Infos für " Kinderheime " Missbrauch und Entschädigung

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      Hier nun weitere Infos und Pressemeldungen zu dem "Heimkinderfond"

      Hessen:
      .......... Das Land Hessen stellt ab dem 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2016 regionale Anlauf- und Beratungsstellen zur Verfügung. Die Stellen werden von den sechs hessischen Ämtern für Versorgung und Soziales wahrgenommen. Der Bund trägt die Kosten für die Fondsverwaltung, die Länder die Kosten für die jeweiligen regionalen Anlauf- und Beratungsstellen. Entstehende Kosten für die Beratung der Betroffenen in den regionalen Anlauf- und Beratungsstellen können über den Fonds abgerechnet werden. Hierfür stehen bis zu 10 Prozent der Gesamtsumme de reingezahlten Fondsmittel zur Verfügung.
      Quelle: kobinet-nachrichten kobinet-nachrichten.org/cipp/k…/oid,28190/ticket,g_a_s_t
      Heimkinder sollen Hilfen für 10.000 Euro bekommen
      Ehemalige Heimkinder sollen aus dem Heimkinder-Fonds Hilfen bis zu einem Wert von maximal 10.000 Euro erhalten.
      Das geht aus den Leistungsrichtlinien hervor, die am Dienstag in Berlin abschließend beraten worden waren. Kirchen, Bund und Länder, die in den Fonds insgesamt 120 Millionen Euro einzahlen, orientieren sich damit an den Hilfen für Missbrauchsopfer. Der Runde Tisch Missbrauch, der am Mittwoch in Berlin seinen Abschlussbericht vorlegen wollte, sieht ebenfalls Sachleistungen in Höhe von maximal 10.000 Euro pro Person vor, etwa für Therapien.
      Barauszahlungen soll es nicht geben. Ehemalige Heimkinder müssen ihren Antrag an den Fonds innerhalb der kommenden drei Jahre stellen. Danach werden keine Leistungen mehr bewilligt. Die Auszahlung darf aber bis Ende 2016 erfolgen .............. weiter
      Quelle: Diakonie diakonie.de/agenturmeldungen-1…00-euro-bekommen-8688.htm
      Betroffene befürchten Zweckentfremdung des Heimkinder-Fonds
      Das fehlende Gespür für Unrecht
      Von Januar 2012 an sollen frühere Heimkinder finanzielle Hilfen beantragen können. Die Bundesländer werden dann Anlaufstellen einrichten. Dafür wollen sie sich aus dem Heimkinder-Fonds bedienen. Doch das sorgt für Unmut, auch bei den Kirchen. ..............
      ......... Länder wollen Kosten geltend machen
      Im Mai hatten nach den Kirchen und dem Bund auch die elf westdeutschen Länder ihre Beteiligung an dem Heimkinder-Fonds beschlossen. Die Familien- und Jugendminister hielten zugleich aber fest, für die regionalen Anlaufstellen bis zu zwölf Millionen Euro aus dem Heimkinder-Fonds entnehmen zu wollen. Ganz wohl war ihnen dabei offenbar nicht, denn in Klammern fügten sie hinzu: „Mehr ist aber auch nicht vertretbar.“ ............ weiter
      Quelle: domradio domradio.de/aktuell/78157/betr…des-heimkinder-fonds.html
      Rheinland-Pfalz
      ............. Heimkinder, die in den Nachkriegsjahrzehnten als 14- bis 17-Jährige unbezahlt arbeiten mussten, können als Ausgleich für entgangene Rentenleistungen mit einer Einmalzahlung in Höhe von bis zu 10.000 Euro rechnen. Traumatisierte Opfer der brutalen Erziehungsmethode können neben der Übernahme von Therapiekosten auch Anträge auf Sachleistungen stellen, wenn die erlittenen Misshandlungen Ursache für Gesundheitsprobleme sind. Eine generelle Entschädigung für alle ehemaligen Heimkinder ist dagegen nicht vorgesehen. ........ weiter
      Quelle: epd epd.de/landesdienst/landesdien…nen-entsch%C3%A4digungsan
      Wer sich nun die Mühe macht und auch die dazu gehörenden Artikel wirklich liest - wird feststellen, daß wir nicht aufhören dürfen die Aufmerksamkeit der Medien durch unsere Demos zu bekommen, damit sie weiter sensilibiert werden für die "Schweinereien" die Bund und Länder vor haben.
      :cursing:
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      echo - das muss Dich nicht wütend machen - ist doch normal ;(

      Was mir viel mehr Sorgen macht - sind diese Initiativen und Vereine die jetzt beginnen zu sprießen - und ich werde das dumme Gefühl nicht los - daß da nicht nur "Menschenfreundlichkeit" dahinter steckt :cursing:
      Ich kann nur hoffen, daß niemand irgendwann sich sagen muss: Hätte ich mich da doch nie mit eingelassen ;(
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Na ich finde das toll!
      Endlich kann ich auf der Abendschule meine 9./10. Klasse nach machen. Den Babysitter, weil Abendschule kommt ja von Abend bezahlen die mir bestimmt auch und natürlich die Kursgebühren.
      Anschließend würde ich gerne noch eine Lehre machen. Berufswunsch? - da fällt mir noch was ein.
      Da ich im fortgeschrittenem Alter ja nun kein Lehrlingsgeld bekomme, zahlt das dann auch der Fond.
      Was will ich mehr?!

      KIKIBO schrieb:

      Was mir viel mehr Sorgen macht - sind diese Initiativen und Vereine die jetzt beginnen zu sprießen - und ich werde das dumme Gefühl nicht los - daß da nicht nur "Menschenfreundlichkeit" dahinter steckt :cursing:
      Ich kann nur hoffen, daß niemand irgendwann sich sagen muss: Hätte ich mich da doch nie mit eingelassen
      Oh wie gut das niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß? :D
      Mal gut, dass ich in keinem Verein bin. :thumbsup:
      Hallo Kiki,falls ich hier falsch bin,bitte verschieben. :)

      Heimkinder können Hilfsgelder beantragen:

      "Ich bin 72, ich brauche keine Therapie mehr!"




      Von Martina Züger

      Ab Montag (02.01.2012) können ehemalige Heimkinder in NRW
      Antrag auf finanzielle Hilfen stellen, bei zwei Beratungsstellen in Köln
      und Münster. Ein bundesweiter Fonds stellt 120 Millionen Euro zur
      Verfügung. Doch die Betroffenen macht das Modell wütend.









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      +

      Der Runde Tisch Heimerziehung



      Das Jahr 2012 sollte mit einer guten Nachricht für ehemalige
      Heimkinder beginnen. Im Dezember 2011 verkündete der Runde Tisch
      Heimerziehung die Auflage eines 120 Millionen Euro schweren Fonds, in
      den zu gleichen Teilen Bund, Länder und Kirchen einzahlen. Und so können
      seit dem 2. Januar 2012 ehemalige Heimkinder zunächst in den elf alten
      Bundesländern Antrag auf finanzielle Hilfen stellen. Der Runde Tisch
      rechnet mit 30.000 Anspruchsberechtigten. In NRW nehmen zwei
      Beratungsstellen – angesiedelt bei den Landesjugendämtern in Köln und
      Münster – ihre Arbeit auf. 120 Millionen Euro – das klingt viel. Und
      doch sind die ehemaligen Heimkinder aus den 50er und 60er Jahren empört.


      "Fonds ist Mogelpackung"




      Schwerpunkt



      "Wir wollen keine Almosen, der Fonds ist eine Mogelpackung", sagt
      Helmut Klotzbücher vom Verein ehemaliger Heimkinder, der als
      Jugendlicher bei einem Fluchtversuch aus dem Steinbruch, wo er im
      Auftrag des Heims schuften musste, ein Bein verlor. "Das ist
      erbärmlich", erklärt Rolf Breitfeld, Betroffener und Mitglied des Runden
      Tisches Heimerziehung. Und das ehemalige Heimkind Michael-Peter
      Schiltsky, Mitglied des Arbeitskreises Fondsumsetzung Heimerziehung,
      sagt resigniert: "Meine Erwartungen sind voll erfüllt. Ich ging nicht
      davon aus, dass die Sache günstiger für uns ausgeht." Wie funktioniert
      nun das Modell, das so viel Unmut hervorruft?

      Sachleistungen statt Geld




      Mehr zum Thema



      Der Fonds sieht vor, so wenig Leistungen wie möglich in Geld
      auszuzahlen. 100 Millionen Euro sind für Sachleistungen vorgesehen, 20
      Millionen fließen in Rentenersatzansprüche. "Die Gesetzlichen
      Krankenkassen übernehmen ja nur die Grundversorgung. Der Fonds springt
      mit besonderen Therapien und Maßnahmen von bis zu 10.000 Euro
      Maximalwert pro Person ein", erklärt Markus Fischer vom LWL</abbr>
      Westfalen, der mit der Einrichtung der Beratungsstelle in Münster mit
      zwei Mitarbeitern betraut ist. Aus dem Sachleistungstopf werden auch
      Maßnahmen bezahlt, die einen Aufenthalt im Altersheim verhindern. Markus
      Becker: "Viele Betroffene haben ja eine Aversion gegen Heime."





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      Erziehung in kirchlichem Kinderheim in den 1950er Jahren



      Haben Betroffene nachweislich ohne Lohn im Auftrag des Heims arbeiten
      müssen - Heimkinder berichten von Feldarbeit, Arbeit in Wäschereien,
      als Hilfskräfte am Bau und bei ortsansässigen Unternehmen – können sie
      Rentenersatzansprüche in Form einer Einmalzahlung erhalten. Markus
      Fischer betont, man wolle es mit der Beweislast nicht übertreiben. Es
      sei längst bekannt, in welchen Heimen Zwang zur Arbeit herrschte.
      Gewährt wird der Rentenersatz allerdings erst ab dem Alter von 14
      Jahren, zu dem Zeitpunkt endete die Schulpflicht. Hat jemand bis zur
      Volljährigkeit mit 21 Jahren, die bis Mitte der 1970er Jahre galt,
      gearbeitet, wären maximal 16.000 Euro drin. "Die Summe wird aber eher
      die Ausnahme sein, weil viele Heimkinder die Einrichtungen früher
      verließen", erklärt Becker vom LWL. Sind Zahlungen oder Sachleistungen
      beschlossen, müssen die Betroffenen eine Erklärung unterschreiben, in
      der sie auf alle weiteren Forderungen gegenüber der öffentlichen Hand,
      den Kirchen und Wohlfahrtsverbänden verzichten.

      Rente oder Einmalzahlung

      Der Verein ehemaliger Heimkinder stellt sich eine adäquate
      Entschädigung anders vor: 300 Euro Rente monatlich oder eine
      Einmalzahlung von 54.000 Euro für jeden Betroffenen. Nun ruft der
      Verein, der größte seiner Art in Deutschland, offen zum Boykott des
      Fonds auf. "Wir Heimkinder waren Freiwild. Wir fordern eine echte
      Entschädigung für erlittene Menschenrechtsverletzungen und Zwangsarbeit.
      Der Fonds zahlt aber nur Beihilfen für Folgeschäden, die wir nach 40
      Jahren auch noch beweisen müssen", sagt Helmut Klotzbücher. Und der
      stellvertretende Vorsitzende Dirk Friedrich berichtet: "Die Betroffenen
      rufen bei uns an: 'Ich bin 72 Jahre alt, ich brauche keine Therapie
      mehr!'"

      Entschädigung und Entschuldigung sind am wichtigsten

      Auch von den beteiligten Politikern und Juristen wird das Wort
      Entschädigung wohlweislich vermieden, obwohl es im Abschlussbericht des
      Rundes Tisches Heimerziehung nach Auswertung von 336 gültigen Fragebögen
      ehemaliger Heimkinder heißt: "Knapp zwei Drittel der ehemaligen
      Heimkinder melden Ansprüche auf Entschädigung an. Insgesamt zeigt sich,
      dass die wichtigsten Anliegen Entschädigung, Entschuldigung und die
      eigene Erfahrung berichten darstellen."

      Opfer sind erbost über Verzichtserklärung

      Michael-Peter Schiltsky ist zudem entsetzt, dass die Beratungsstellen
      mit Ausnahme der Stadt Berlin nicht bei freien Trägern, sondern bei den
      Jugendämtern angesiedelt werden: "Die Menschen sollen sich also bei den
      Stellen bewerben, die vormals die einweisende Instanz waren. Für viele
      Betroffene ist das eine neuerliche Kränkung." Dass Rentenersatz erst für
      Lebensjahre nach dem 14. Geburtstag gezahlt wird, findet er zynisch.
      Viele Heimbewohner hätten längst vorher arbeiten müssen.

      Was bei den Betroffenen ebenfalls nicht gut ankommt: Nicht die
      gesamte Summe von 120 Millionen Euro fließt direkt in Leistungen an die
      Heimkinder, zehn Prozent des Fonds-Budgets verwenden die Länder für den
      Unterhalt der Beratungsstellen. Viele Betroffene sind auch erbost über
      die Verzichtserklärung und diskutieren hitzig in Internetforen.
      "Ehemalige Heimkinder seid gewarnt", schreibt User "Martini", alias
      Martin Mitchell, auf Heimkinder-Forum.de. "Die Verzichtserklärung ist Täterschutz pur." Mitchell, in den 60er Jahren im Heim aufgewachsen, lebt seit vielen Jahren in Australien.

      Auf dem Weg zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

      Der Verein ehemaliger Heimkinder wünscht sich nun, die meisten
      Betroffenen würden das Angebot nicht annehmen und Fonds und
      Beratungsstellen ins Leere laufen lassen. Für Michael-Peter Schiltsky
      ist der Kampf nicht zu Ende. "Die Expertisen zum Bericht des Rundes
      Tisches benennen die Menschenrechtsverletzungen und die Zwangsarbeit,
      auch wenn der Deutsche Bundestag diese Begriffe vermieden hat." Mit
      diesen Papieren in der Hand wollen sie nun zum Europäischen Gerichtshof
      für Menschenrechte in Straßburg ziehen.



      Stand: 02.01.2012, 06.00 Uhr
      Quelle: WDR

      noch mehr Pressemeldungen .....

      Hilfsgelder für ehemalige Heimkinder
      Berlin - Hunderttausende Westdeutsche, die zwischen 1949 bis 1975 in Kinderheimen unter Psychoterror, Zwangsarbeit und körperlichen Misshandlungen litten, können jetzt finanzielle Hilfen beantragen.
      Quelle: Merkur merkur-online.de/nachrichten/p…e-heimkinder-1549032.html

      Entschädigungsfonds bereitgestellt: 120 Millionen Euro für ehemalige Heimkinder
      Quelle: Focus focus.de/politik/deutschland/e…eimkinder_aid_698754.html

      Schon interessant - auch in der Presse wird nicht mehr nur von Entschädigungen gesprochen :!:
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Chronologie zur Debatte um Heimerziehung

      Demütigungen und Misshandlungen
      Ab sofort können ehemalige Heimkinder in
      Deutschland Anträge auf finanzielle Hilfen stellen. Bund, Länder und
      Kirchen starteten mit Jahresbeginn 2012 den „Fonds Heimerziehung in der
      Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“. Die Katholische
      Nachrichten-Agentur (KNA) nennt wichtige Stationen in der Debatte über
      die Heimkinder.








      Oktober 2004: Betroffene gründen den Verein ehemaliger
      Heimkinder, der für sich beansprucht, die Interessen der Opfer der
      Heimerziehung zu vertreten. Der Verein setzt sich dafür ein, die
      unwürdigen und menschenverachtenden Erziehungspraktiken in den
      Kinderheimen und Erziehungsanstalten öffentlich zu machen.



      Anfang 2006: Spiegel-Autor Peter Wensierski veröffentlicht
      sein Buch „Schläge im Namen des Herrn. Die verdrängte Geschichte der
      Heimkinder in der Bundesrepublik“ und eröffnet damit eine bundesweite
      Debatte. Der Petitionsausschuss des Bundestags befasst sich mit dem
      Thema; im Dezember findet erstmals eine Anhörung mit Vertretern der
      Heimkinder statt. Auch eine Forschergruppe der Theologischen Fakultäten
      der Uni Bochum nimmt sich der Heimerziehung in Westdeutschland an.



      Sommer 2008: Ein darauf aufbauendes Forschungsprojekt über
      konfessionelle Heimerziehung in Westdeutschland startet an der Uni
      Bochum. Die Kirchen tragen zur Finanzierung durch Drittmittel bei.



      November 2008: Der Bundestags-Petitionsausschuss empfiehlt
      die Einrichtung eines Runden Tisches zum Schicksal früherer Heimkinder
      in Westdeutschland.



      Februar 2009: Der „Runde Tisch Heimerziehung in den 50er und
      60er Jahren“ konstituiert sich unter Vorsitz der ehemaligen
      Bundestags-Vizepräsidentin Antje Vollmer (Grüne). Dem Gremium gehören
      insgesamt 22 Personen an, darunter Vertreter des Bundes, der Länder und
      Kommunen, der Jugendhilfe, der Wohlfahrt, Wissenschaftler, ehemalige
      Heimkinder und je ein Vertreter der großen Kirchen sowie von Caritas und
      Diakonie, in deren Trägerschaft etwa zwei Drittel der Heime lagen.



      Juni 2009: Die katholische Kirche bedauert ausdrücklich das
      von Heimkindern in katholischen Einrichtungen erlittene Unrecht und
      bekräftigt ihren Willen zur Aufklärung. Der Vorsitzende der Deutschen
      Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, trifft im August
      erstmals mit Vertretern des Vereins ehemaliger Heimkinder (VeH)
      zusammen.



      Januar 2010: Die katholische Kirche startet eine Hotline für ehemalige Heimkinder.



      Dezember 2010: Der Runde Tisch Heimerziehung schlägt der
      Politik in seinem Abschlussbericht die Einrichtung eines Fonds von 120
      Millionen Euro vor. Daraus sollten ehemalige Heimkinder
      Rentenausgleichszahlungen sowie Hilfen zur Bewältigung von Folgeschäden
      erhalten können. Bund und Länder signalisierten im Grundsatz ihre
      Zustimmung, die Kirchen kündigten ihre Mitwirkung an.

      Bund, Länder und Kirchen sollen je ein Drittel der Kosten tragen.



      Mai 2011: Die Forschungsgruppe der Universität Bochum legt
      ihren Abschlussbericht vor. Danach hat es in kirchlichen Kinderheimen in
      Westdeutschland bis in die 70er Jahre hinein große Missstände gegeben.
      Viele der dort untergebrachten Jungen und Mädchen hätten die Heime als
      „totale Institutionen“ erlebt, die durch autoritären Erziehungsstil,
      eingeschränkte Rechte sowie drakonische Strafen bis hin zu
      Misshandlungen und sexuellem Missbrauch gekennzeichnet gewesen seien.



      Juli 2011: Der Bundestag macht den Weg für die Entschädigung ehemaliger Heimkinder und für den Entschädigungsfonds frei.



      August 2011: Das Bundesverfassungsgericht lehnt eine
      Verfassungsbeschwerde ehemaliger Heimkinder gegen den Umgang des
      Bundestags mit der Frage der Heimkinder als unzulässig ab.


      Quelle:domradio.de
      Ehemalige Heimkinder zwischen Wut und Verzweiflung

      02.01.2012 | 19:02 Uhr

      Dortmund.
      Seit Montag können misshandelte Kinder aus Heimen
      Finanzhilfen aus einem 120-Millionen-Fonds erhalten. Doch was ihnen an
      Unterstützung angeboten wird, empfinden viele von ihnen als neuerliche
      Demütigung. Sie drohen mit Klage.


      Der Groll sitzt tief.
      Was ehemaligen Heimkindern seit Montag an Unterstützung angeboten wird,
      empfinden viele von ihnen als neuerliche Demütigung.
      Sie wollen
      klagen - „bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in
      Straßburg“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Vereins ehemaliger
      Heimkinder (VEH), Dirk Friedrich, auf Anfrage der WR.
      Schon die
      Verhandlungen des Runden Tisches Heimkinder endeten im Eklat. „Wir
      wollen ihre Almosen nicht“, empörte sich der VEH. Die „Enttäuschung über
      diese von den staatlichen und kirchlichen Täterorganisationen“
      aufgezwungene Regelung sei nicht verflogen. „Wut und Verzweiflung
      wechseln sich ab“, sagt Friedrich. Von „Hoffnung“ spricht er nur mit
      Blick auf die Gerichte: Die Zuversicht sei groß, sagt er, „doch noch
      eine Entschädigung, die auch den Namen verdient, zu erklagen“.
      Fast
      400 Ehemalige hätten diesen Weg beschritten. „Das größte und
      widerlichste Verbrechen an Kindern und Jugendlichen in der
      Nachkriegszeit“, so Friedrich, „ ist so nicht einfach unter den Tisch zu
      kehren.“
      Im Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik
      Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ stehen insgesamt 120 Millionen
      Euro zur Verfügung. Je ein Drittel kommen von Bund, Ländern und Kommunen
      sowie katholischer und evangelischer Kirche und deren
      Wohlfahrtsverbänden sowie den Orden. Die zeitlichen und örtlichen
      Begrenzungen werden schon an der Bezeichnung erkennbar: die DDR und die
      Zeit nach 1975 sind ausgenommen.
      „Die Leistungen können nichts
      ungeschehen machen,“ sagte gestern der Präsident des Kirchenamtes der
      Evangelischen Kirche, Hans Ulrich Anke, „aber sie sollen Menschen
      helfen, die Folgen besser zu bewältigen.“


      Quelle:Der Westen
      MisshandlungsopferEhemalige Heimkinder erhalten Entschädigung







      Von Martin Klesmann













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      per Mail



      Berlin –


      Das Land Berlin wird ehemalige Heimkinder entschädigen, auch wenn Geld den oft traumatisierten Opfern nur begrenzt helfen kann.


      Zunächst zahlt Berlin für einstige Zöglinge, die zwischen 1949
      und 1975 in West-Berlin Misshandlungen oder sogar sexuelle Übergriffe
      erleiden mussten, 1,1 Millionen Euro in den Fonds „Heimerziehung in
      der Bundesrepublik Deutschland“ ein. „Ab Herbst soll es dann auch einen
      Fonds für ehemalige DDR-Heimkinder geben“, sagte Thorsten Metter,
      Sprecher der Senatsjugendverwaltung. Der Anteil Berlins an dem insgesamt
      40 Millionen Euro schweren Entschädigungsfonds für DDR-Heimkinder werde
      etwa 2,1 Millionen Euro betragen.

      Um alle Betroffenen
      zu beraten, richtet die Senatsverwaltung am 19. Januar im
      Nachbarschaftsheim Schöneberg, Holsteinische Straße 30, eine
      Beratungsstelle ein. Die Beratung wird vom Verband für
      sozial-kulturelle Arbeit organisiert, drei Sozialpädagogen bieten schon
      jetzt montags bis freitags unter der Telefonnummer 28 09 61 07
      Gesprächstermine an. Jedes ehemalige Heimkind erhält maximal 16.000
      Euro, davon sind bis zu 10.000 Euro für Therapien oder Betreuung
      veranschlagt, mit bis zu 6000 Euro sollen Rentenansprüche der oft über
      Jahre berufsunfähigen Ex-Heimkinder erhöht werden.

      Zwischen
      1945 und 1989 haben etwa 30.000 Kinder in Berliner Heimen gelebt, zum
      Teil unter furchtbaren Umständen, wie die Studie „Heimerziehung in
      Berlin. West 1954-75, Ost 1945-1989“ dokumentiert hat. Misshandlungen
      fanden in staatlichen und kirchlichen Einrichtungen statt. In
      West-Berlin wurden diese Heime im Zuge der 1968er-Bewegung aufgelöst.
      Eine besondere Herausforderung heute ist es, den oft traumatisierten
      Heimkindern im Alter ein Leben zu Hause zu ermöglichen. Das Leben in
      einem Seniorenwohnheim würde bei den einstigen Heimkindern nämlich alte
      Traumata wachrufen, heißt es.
      Quelle : Berliner Zeitung
      Heimkinder-Verein will Entschädigungsfonds boykottieren




      Der Verein ehemaliger Heimkinder lehnt den
      Entschädigungsfonds von Bund, Ländern und Kirchen weiter ab. Knapp 400
      Opfer wollten stattdessen klagen, um eine höhere Entschädigung zu
      erstreiten, „die auch den Namen verdient“, sagte der stellvertretende
      Vereinsvorsitzende Dirk Friedrich der in Dortmund erscheinenden
      „Westfälischen Rundschau“ (Dienstagsausgabe). Die Kläger wollten den
      Rechtsweg notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
      in Straßburg beschreiten.



      Ehemalige Heimkinder können zur Linderung erlittenen Leids ab sofort
      Leistungen aus dem Fonds von Bund, Ländern und Kirchen beantragen.
      Insgesamt stehen 120 Millionen Euro zur Verfügung, die jeweils zu einem
      Drittel von Bund, Ländern und Kommunen sowie katholischer und
      evangelischer Kirche und deren Wohlfahrtsverbänden und den Orden
      aufgebracht werden. Mit dem Geld sollen ehemalige Heimkinder unterstützt
      werden, die spezielle Hilfen benötigen, weil sie bis heute unter den
      Folgen der Heimerziehung leiden.



      Der Verein ehemaliger Heimkinder stellt Entschädigungsforderungen in
      Milliardenhöhe. In den westdeutschen Heimen lebten zwischen 1945 und den
      70er Jahren rund 800.000 Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen wurden
      gedemütigt, misshandelt, zur Arbeit gezwungen oder sexuell missbraucht.

      Quelle : domradio.de

      „Ein Entschädigungs-Bluff“

      SL-Interview mit Friedhelm Münter, der eine Verfassungsbeschwerde eingereicht hat
      Christina Stadie aus Dülmen und Gregor Ter Heide aus Osnabrück verfassten gemeinsam die Beschwerde an das Bundesverfassungsgericht für hunderttausende Opfer von Willkür, Zwang und Gewalt in der Heimerziehung zwischen 1949 und 1975. Der Beschwerdeführer ist Friedhelm Münter aus Dülmen, der am 24. November 2011 persönlich nach Karlsruhe gefahren ist.
      Mit ihm, der als Kind und Jugendlicher hautnahe Erfahrungen als Kinderheimkind machen musste, sprach Streiflichter-Mitarbeiter Reimund Menninghaus
      Streiflichter: Herr Münter, Sie haben am 24. November vergangenen Jahres beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eine Verfassungsbeschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht. Können sie uns kurz den Grund und den Inhalt Ihrer Beschwerde mitteilen?
      Friedhelm Münter: Die Beschwerde richtet sich gegen die Bundesrepublik Deutschland als eigentlicher Verursacher von Menschenrechtverletzungen an mir und an einer großen Anzahl von anderen ehemaligen Heimkindern.
      Dies ist am „Runden Tisch Heimerziehung“ nicht ausreichend beachtet worden. Hier handelt es sich um die systematische Missachtungen und die Verletzung der Menschen- und Grundrechte von Babys, Kindern und Jugendlichen in der Heimerziehung zwischen 1949 und 1975, die bis heute nicht geahndet und deren Verursacher nicht zur Verantwortung gezogen wurden. Das mir und hunderttausenden von Betroffenen zugefügte Unrecht und Leid war verfassungswidrig und waren schwere Menschenrechtsverletzungen an in Obhut genommenen Kindern. Es handelt sich um hunderttausendfache Verbrechen, die die demokratisch und rechtsstaatlich verfasste Bundesrepublik zu verantworten hat – denn sie
      verfügte über alle Instrumente, solche Verbrechen zu verhindern. .............. weiter lesen
      Quelle: Streiflichter streiflichter.com/ein-entschaedigungs-bluff.html

      Bin ja gespannt, wie Karlsruhe entscheidet nachdem die erste Klage wegen "Formfehler" zurück gewiesen wurde ;(
      Lebe im Heute
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      Zahlungen für Heimkinder ... Volle Entschädigung auch bei Hartz IV

      Entschädigungszahlungen für ehemalige Heimkinder sollen künftig nicht auf Hartz-IV-Bezüge oder andere Transferleistungen angerechnet werden können.
      Dazu müsse die derzeitige Regelung noch geändert werden, sagte ein Sprecher des Bundesfamilienministeriums dem "Westfalen-Blatt" (Samstag).
      Gelinge eine entsprechende Einigung mit den Kommunen nicht, müsse ein Gesetz beschlossen werden.
      Um eine Verrechnung der Hilfszahlungen zu verhindern, fließe aus dem 120-Millionen-Euro-Fonds vorerst kein Geld. Man wolle den Menschen das Geld ganz lassen, so der Ministeriumssprecher.
      Der Bund, die westlichen Bundesländer, die beiden großen Kirchen, Orden und Wohlfahrtsverbände hatten sich 2011 auf den Fonds geeinigt.
      Er soll frühere Heimkinder aus den alten Bundesländern unter anderem dafür entschädigen, dass sie in Industrie und Landwirtschaft arbeiten mussten, ohne Lohn zu erhalten oder Rentenansprüche zu erwerben.
      Vorgesehen ist, den Betroffenen für jeden Monat Arbeit eine einmalige Pauschale zwischen 170 und 200 Euro zu zahlen.
      Quelle: RP-online rp-online.de/panorama/deutschl…ch-bei-hartz-iv-1.2730244

      Gelinge eine entsprechende Einigung mit den Kommunen nicht, müsse ein Gesetz beschlossen werden. ?(
      Was soll diese Aussage denn - ich versteh das so, daß man versucht wieder nur ne "kann-Bestimmung" zu zulassen und ja nicht irgend was gesetzlich festzuschreiben ;(
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Hartz IV: Entschädigungen für ehemalige Heimkinder zukünftig kein Einkommen?

      Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 26.02.2012 um 18:51 Uhr


      Das Bundesfamilienministerium plant
      eine Besserstellung von ehemaligen Heimkindern. Dies geht zumindest aus
      einem Interview des “Westfalen-Blatts” mit Ministeriumssprecher Hanno
      Schäfer hervor.



      Hiernach wird darüber nachgedacht, Entschädigungen für ehemalige
      Heimkinder bei der Berechnung des ALG II oder sonstigen
      Transferleistungen nicht mehr als Einkommen bedarfsmindernd zu
      berücksichtigen.

      Konkret geht es um einen im Jahre 2011 gegründeten und mit 120
      Millionen Euro gefüllten Entschädigungsfond, aus dem frühere Heimkinder
      für ihre Arbeit in Industrie und Landwirtschaft entschädigt werden
      sollen. Momentan wird eben jener nocht nicht angetastet, um womögliche
      Kürzungen für die Hilfebedürftigen auszuschließen.

      Schäfer machte gegenüber dem Westfalen-Blatt deutlich, dass das Geld
      den ehemaligen Heimkindern komplett bleiben solle. Daher bemühe man
      sich, zusammen mit den Kommunen die derzeitige Regelung zu ändern. Im
      Falle eines Scheiterns müsste jedoch ein neues Gesetz beschlossen
      werden.
      Quelle : Sozial Leistungen.info

      Internet schrieb:

      " Deshalb bemühe man sich, mit den Kommunen eine
      Regelung zu finden. Gelinge das nicht, müsse ein Gesetz beschlossen
      werden. Um Kürzungen auszuschließen, fließt demnach aus dem Fonds
      vorerst kein Geld."


      Ist ja ne tolle Sache. Wer`s glaubt wird selig
      wer es nicht glaubt auch.

      Verschiebebahnhof;

      nichts anderes;

      und da geht`s ja meistens nur hin und her und her und hin.



      Ja, und wenn man dann noch daran denkt, dass ja bereits jetzt schon
      12.000.000 € an Kosten einbehalten werden, zudem noch ein extra Gesetz
      geschaffen werden muss....................

      dann weiß man, wo die große Hinhaltetaktik-Maschinerie steht.

      Ich kenne meinen Hyänenstall, und deshalb hab ich nie an irgendwelche
      Versprechungen von denen in dieser Sache geglaubt und schon gar nicht
      erst etwas unternommen.

      Oder hat irgendwer schon mal gesehen, dass diese Viecher ihre Beute
      mit jemand anderem als mit Hyänen teilen?

      KIKIBO schrieb:

      Das war fast voraus zu sehen, daß wenn die Leistungen aus dem "Heimkinderfond" nicht angerechnet werden auch "Sozialneid" aufkommt ..... "Besserstellung von ehemaligen Heimkindern" ;(

      Da kann man mal sehen, wie wenig die darüber nachgedacht haben, was sie da für einen Unsinn verzapfen.
      Natürlich wird es jetzt eine Neiddebatte geben, fühlen sich die anderen HartzIv..ler doch benachteiligt. Kann ich sogar verstehen.

      Man hätte eine Opferrente vereinbaren sollen....das wäre gerechter und machbar, und auch nicht teurer, weil: viele der HartzIV Empfänger und Empfänger der Grundsicherung fallen dann aus diesen Zahlungen heraus. Außerdem sind die meisten in einem Alter, wo sie nicht mehr sehr lange Opferrenten bekommen würden, denn der Sensemann wartet schon.

      Entschädigung

      wie lange dauert es, bis man die Entschädigung durch hat? Ich habe selber einen Antrag / Protokoll geschrieben und dort eingereicht, das, laut der Mitarbeiterin der EV. Kirche im Rheinland, die für meinen Fall zuständig ist, erst einmal an die Recbtsabteilung gehen muss.

      Dieses war so ca. Anfang März dieses Jahres. Ich muss dazu sagen, dass ich keine Beweise mehr habe, dass ich in der Einrichtung war. Es war 1973-1974. Wie lange kann soetwas dauern?

      Vielen Dank für eure Antwort
      Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es.....