Kalmenhof ...

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      Kalmenhof ...

      Zeit-Zeugen-Bericht vom 20.12.1974
      Wie sieht es in den Kinderheimen wirklich aus? Auf Einladung des Landeswohlfahrtsverbandes in Hessen besuchte Ernst Klee einige Heime. Heute geht es um Kalmenhof.
      So dumm wie ein Erzieher ... Aber die Probleme liegen tiefer
      .............Das Jugendheim Idstein, 1912 vom Nassäuischen Zentralwaisenfond gebaut, beherbergt 75 Jungen und Mädchen im schulpflichtigen Alter. Es sind Kinder aus kaputten Familienverhältnissen, geprügelte, mißhandelte Kinder. Auf die Frage, wie die Kinder das verarbeiteten, sagt Heimleiterin Schmitt: „Sie empfinden das nicht, das ist ja ein Scheitern der Ehe "
      Es gibt zwei Mädchen, drei Buben- und drei Geschwistergruppen, ........
      ......... Hier ist Klinikatmosphäre Trumpf, weiße Klinikbetten, weiße Kittel, der Fußboden glänzt von Schmierseife. Man hat im ganzen Haus die Betten frisch bezogen, um den Besucher zu überzeugen.
      Die Betten sind stramm gebaut wie beim Militär, die Puppen und Teddybären sitzen aufgebaut wie Zinnsoldaten. Die Tischdecken liegen exakt im richtigen Winkel, die Stühle sind im rechten Winkel zugeordnet.
      Die Zimmer gleichen nicht Räumen, in denen Menschen leben, sondern Museumsstübchen.
      Es sind pervertierte Erziehungsergebnisse der Heime: der Drill auf Ordnung und Sauberkeit, das Brechen des Eigenlebens, der soziale Tod. .........weiter lesen
      Quelle: Zeit zeit.de/1974/52/so-dumm-wie-ein-erzieher/komplettansicht



      Kalmenhof
      .......... In den 1950er und 1960er Jahren kam es zu schweren Missbrauchfällen unter den Direktoren Ernst Ilge, der einen diktatorischen Führungsstil pflegte, und dem seit März 1963 tätigen Alfred Göschl. Bekannt wurden neben Vorteilsnahme und sexuellem Missbrauch auch drakonische Strafen, welche unter anderem Taschengeld- oder Essensentzug, Schläge, Stockschläge, Fesseln, Wegsperren und Schlimmeres umfassten.
      Diese Übergriffe stehen teilweise im Zusammenhang mit der Schwarzen Pädagogik, das heißt Erziehungsmethoden, welche auch Gewalt und Einschüchterung beinhalten. ........... weiter lesen
      Quelle: Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Kalmenhof
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


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      Der Clou an der ganzen Sache ist das 1963 bei der Neueröffnung des LWV Hessen Heimes "Staffelberg" in Biedenkopf etliche Erzieher vom Kalmenhof dort hinwechselten..Da waren sie weit weg und aus der Schusslinie.

      Das gerühmte Staffelberg war ein Abklatsch von Kalmenhof.

      Die Strafen waren dieselben,außer Taschengeldentzug - es gab in der geschlossenen Station erst gar keines.
      Uns wurden max. 5.--DM in der Woche zugestanden als Lohn für Zwangsarbeit.
      Federkerne in Autositze einbauen,die 5.--DM gab es nur bei ereichen der gewünschten Produktion.Wurde das Arbeitsziel nicht erreicht wurden die 5.-- DM gekürzt,sie konnten auch ganz einbehalten werden.