"Gute Heime gab es nicht" ... ?!?!?

    Team

    Aktivste Mitglieder

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      "Gute Heime gab es nicht" ... ?!?!?

      Diskussion u.a. über systembedingte Unterschiede in der Heimerziehung.
      Heimerziehung und Jugendschicksale in Ost und West
      Welches Schicksal erfuhren diesseits oder jenseits der deutsch-deutschen Grenze Kinder und Jugendliche in Heimen?
      Gab es systemunabhängige Gemeinsamkeiten oder systembedingte Unterschiede im Umgang mit Ihnen?
      Diese und andere Fragen standen im Raum als die Außenstelle Chemnitz am 14. August 2012 zu einem Autorengespräch in die Thalia Buchhandlung einlud. .........
      .......... Das Autoren-Gespräch förderte nicht nur den existenten großen Aufklärungs- und Forschungsbedarf zu Fragen der repressiven Heimerziehung in Ost und West zu Tage. Es verdeutlichte auch, wie sehr das "größte Unrecht an deutschen Kindern und Jugendlichen" der Nachkriegszeit durch Diktaturfolgen, autoritäre Systeme und einen Mangel an gesellschaftlicher Kontrolle überhaupt erst ermöglicht worden ist. .............. weiter lesen
      Quelle: bstu.bund.de/DE/InDerRegion/Ch…essive_heimerziehung.html

      Ich kann das nur bestätigen - obwol mein Heim nicht das Schlechteste war - aber für mich war es insgesamt keine gute Zeit ;( andere mögen es dort vielleicht nicht so empfunden haben

      Welche Erfahrungen habt ihr gemacht :?:
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Mein erstes Heim (Geltow, siehe Signatur) war ein normales Kinderheim. Eigentlich war es ganz cool dort, und wenn man machte was verlangt wurde, wurde man auch gut behandelt.
      Leute wie ich, die sich nicht anpassen konnten, wurden rundgemacht, und der Werkhof oder das Spezialheim wurde angedroht.
      Das eine Jahr dort war für mich sehr grauenhaft.
      Ich bin oft abgehauen und rutschte somit auf der Blacklist immer höher.......
      Das prägenste Kinderheim, was von den Diakonissen geführt wurde, war dieses Heim. Dort war ich 8 Jahre. Insgesamt war ich vom 2. Lebensjahr bis zum 17. in verschiedenen Heimen.

      Ja, vieles war gut, vieles war nicht gut. Für mich war das meiste ok. Andere, die aufmüpfiger waren, hatten es schwerer und wurden auch dementsprechend behandelt. Und wer gar nicht spurte, war schnell weg vom Fenster. Abhauen ging gar nicht - die, die das mal ausprobierten, sah man auch nie wieder.

      es gab GUTE heime...

      und in einem war ich... wobei ich denke das dass hautpsächlich an der heimleitung liegt. ich kenne ein paar ehemalige die waren nicht so angetan von der einrichtung aber ich muss sagen zu meiner zeit wars ... familie! frau martin hat ungerechtigkeit und überzogene strafen nicht geduldet...

      natürlich gabs bestrafungen aber wir kannten die regeln und wenn wir dagegen verstiesen mussten wir auch damit leben in den flur gestellt zu werden oder das ding klöckeln zu müssen... ich hab oft im flur gestanden ... vor allem weil ich nachts nie die klappe halten könnte und nachtruhe war nun mal nachtruhe... auch klöckeln musst ich die flure häufig... aber hey... das macht muckis...

      in göttwitz unter herrn zerson wars die hölle.. wenn du da in den flur gestellt wurdest bekammst noch direkt telefinbücher auf die arme damits auch richtig weh tut und wehe die fielen runter... da gabs 30min und ein buch mehr! zerson warn arsch...
      Wer einen Rechtschreibfehler findet darf diesen als Geschenk betrachten.
      Eine Weiterverwendung ist untersagt.
      Rechtschreibfehler sind Ausdruck meiner Individualität und unterliegen dem Copyright.

      :angel:

      Gute Heime gab es nicht" ... ?!?!?

      Eine sehr gute Frage und ich muss auch zugeben,das ich in Eilenburg im Ernst Schneller Heim war und hatte es recht gut aber trotzdem hielt mich dort nichts denn von Eilenburg bis Delitzsch sind es 15km und es zog mich nach Hause aber ich mußte lernen aus meinen Fehlern und somit lohnte es sich dann nicht mehr denn die Flucht endete immer wieder dort.
      Ich fahre heute noch ab und zu dort hin aber nichts ist mehr wie früher aber die Erinnerungen bleiben und zwar GUTE.Lg.Manuela
      Genauso erging es mir in meinem Heim.Es war gut und wenn man sich an die Regeln hielt,konnte man sich gut mit der Gruppenleiterin verstehen.Es gab auch hier und da mal Unstimmigkeiten aber das wurde schnell geregelt.Naja Strafe gabs auch schon mal wenn wir untereinander was ausgeheckt hatten.Dann durfte man einen Zimmerdienst mehr machen oder mal kurz vor die Tür gehen.Ich durfte mal eine Woche abwaschdienst machen.Das hab ich gehast.Das ist so in meinem Kopf drinn.Heute lache ich drüber.Ansosten hatten wir untereinander viel spaß und das schönste waren unsere Heimlichkeiten.Da hielten alle dicht.

      Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum

      aus dem Volksmund

      Gute Heime gab es nicht" ... ?!?!? »

      Ich denke für einige unter uns hatte es etwas gutes und man ist doch auf einer ;speziellen; art und Weiße auf das Leben vorbereitet wurden und man hat etwas gelernt.
      Wenn ich mich daran erinnere,wie schön meine Jugendweihe war,trotz Heimaufenthalt!!
      Im Gegensatz zu heute ist das kein muss mehr und früher gehörte es dazu und wurde von Vater Staat bezahlt,was ich auch gut war denn dieser Lebensabschnitt war wichtig und man freute sich darauf.
      Heut zu Tage müssen sich die Eltern selber darum kümmern und allein die Feierstunde kostete bei uns 170Euro.
      Da schüttle ich wirklich den Kopf.
      Bitte seit mir nicht böse aber die DDR hatte auch ihre Guten Seiten oder???Lg.Manuela

      "Gute Heime gab es nicht" ... ?!?!? »

      So meinte ich dies nicht aber es war vieles einfacher und geregelter.
      Das nicht jeder dies behaupten kann ist mir auch klar und jeder hat eine andere Meinung.
      Ich kann nur von mir reden.Lg.Manuela
      natürlich hatte die ddr gute seiten.... arbeitslos war wer arbeitslos sein wollte... es gab keinen preiswucher und die arbeiter bekamen im allgemeinen gleiches geld für gleiche leistung... kindergarten plätze waren subvensioniert und vorhanden... und das ist nicht alles...

      natürlich wurde in der ddr sehr viel schindluder getrieben aber darüber oder darunter gab es auch gutes was erreicht wurden war... erinnern wir uns... ne schachtes kippen für 2,50... karo kam (glaub ich) 1,60... n 3 pfund brot vom bäcker 0,95pfennig... n kleines brötchen 5pfennig... n großes 10pfennig und heute?

      ja... wir haben das dreifache für einen fernsehr gezahlt! ja, wir haben 18 jahre auf unsere pappe gewartet aber das war eben so... die lebenshaltungskosten waren im vergleich zu heute lächerlich... 25mark miete... dafür bekommst heute nicht mal ne garage...

      also... bitte... objektiv bleiben... es war NICHT alles schlecht in der ddr...
      Wer einen Rechtschreibfehler findet darf diesen als Geschenk betrachten.
      Eine Weiterverwendung ist untersagt.
      Rechtschreibfehler sind Ausdruck meiner Individualität und unterliegen dem Copyright.

      :angel:
      Nur durch meine eiserne Willenskraft, die die Nonnen oder Andere bis heute nicht brechen konnten, habe ich die Tortour weitgehend schadlos überstanden. Andere haben zur Kinds- oder Jugendzeit Suizid begangen oder sind in der "Gosse" gelandet. Rauschgift und Alkohol sowie Depressionen gaben wiederum Andere den Rest. Unterschiedlichste Misshandlungungen waren an der Tagesordnung.
      Über dieses und einem gleichem Heim haben andere Ex, Berlintrix und ich auf .de geschrieben. Ein Buch darüber werde ich in naher Zukunft erhalten, worin fast alles akribisch festgehalten wurde.

      Die schönste Zeit in diesem Etablissement war die Zeit Montag - Freitag zwischen ca. 7.30 Uhr und ca. 16.00 Uhr. Warum?
      Schule und keine Nonnen.

      "Gute Heime gab es nicht" ... ?!?!? »

      Solange man so lief,wie der Staat es von einen wollte war alles in Butter aber wehe man versuchte seine eigenen Ideale,Träume u.s.w.zu verwirklichen,dann gab es Stress und da gebe ich einigen mit ihren Beiträgen Recht aber wie angel schon geschrieben hat,brauchte man sich über viele wichtige Dinge keinen Kopf zu machen.
      Das beste Beispiel ist ein Kindergarten oder Grippenplatz.
      Heute!!??da muss man suchen und dann ist er teuer oder Ausbildungsplätze.
      Natürlich war nicht alles Gold was glänzte aber es hatte vieles einen Sinn.
      Heute lebt man in einer :Wegwerf-Gesellschaft weil alles im Überfluss da ist und man sich keine Gedanken machen muss woher das nächste kommt.
      Das fängt bei Lebensmitteln an und hört bei Möbeln und anderes auf.
      Wenn bei uns Sperrmüll-Tage sind,schüttle ich nur mit dem Kopf.Was da weggeworfen wird,da kann sich einer eine Wohnung einrichten.Lg.Manuela