sexueller Missbrauch .. kath. Kirche will wissenschaftliche Aufarbeitung durch externes Forschungsinstitut

    Team

    Aktivste Mitglieder

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      „Verheerendes Signal für die Glaubwürdigkeit der Kirchenleitung“

      Wir sind Kirche zur Aufkündigung des Forschungsvorhabens mit Prof. Pfeiffer durch die Bischofskonferenz
      Als verheerendes Signal für die Glaubwürdigkeit der Kirchenleitung sieht die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche die heute bekanntgegebene Kündigung des seit eineinhalb Jahren vereinbarten Forschungsvorhabens mit Prof. Christian Pfeiffer und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.
      Die verschiedenen Einzelmaßnahmen der vergangenen drei Jahre – vor allem seit der Aufdeckung durch den Jesuiten Klaus Mertes am Berliner Canisius-Kolleg im Januar 2010 – können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutschen Bischöfe bisher wohl immer noch nicht zu einer unabhängigen Aufarbeitung und Ursachenforschung sexualisierter Gewalt bereit sind, die durch das System der römisch-katholischen Kirche (Autoritäts- und Gehorsamsstrukturen, Sexuallehre, Lebensform der Priester etc.) bedingt sind. Die jetzige Handlungsweise der Bischöfe lässt eine neue Austrittswelle befürchten, so wie im Jahr 2010, als 181.000 ihren Austritt aus der Kirchensteuergemeinschaft erklärt hatten. ........ weiter lesen
      Quelle: wir-sind-kirche.de/index.php?id=128&id_entry=4384

      Dies ist ne ganz interessante Seite :thumbsup:


      Bischöfe schweigen zu Beginn ihres Treffens
      Der Streit zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und dem Kriminologen Christian Pfeiffer schwelt weiter. Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle ist auch Thema bei dem Treffen in Würzburg. Äußern wollten sich die Bischöfe bisher nicht.
      Zum Auftakt des Treffens des ständigen Rates im Kloster Himmelspforten am Montag (21.01.13) gab es keine weiteren Informationen zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle. Es gebe nichts Neues zu berichten, ließ eine Sprecherin ausrichten. Die Zusammenkunft sei nur ein regelmäßiges Arbeitstreffen. Über die Tagesordnung der Klausur teilte die Kirche vorab nichts mit. Es handle sich um eines der regelmäßigen Arbeitstreffen.
      „Wir sind Kirche“ kritisiert Schweigen
      Die Laienorganisation „Wir sind Kirche“ erklärte, offenbar gebe es nur bei einer Minderheit der Bischöfe echten Willen zur Aufklärung. Ein anderer Teil will weiter vertuschen und die große Mehrheit schweigt und traut sich nicht voran, sagte ein Sprecher der Kirchenbewegung. Kirche müsse sich als Organisation, die viele öffentlichen Mittel bekomme, bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle auch der öffentlichen Kontrolle stellen.
      Bischof will Missbrauchsstudie neu vergeben
      Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann äußerte sich am Montag (21.01.13) nicht mehr. Noch am Wochenende hatte er dafür plädiert, die wissenschaftliche Studie zum Missbrauch schnell neu zu vergeben,
      nachdem die Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Pfeiffer gescheitert war. Die Kirche habe keine Angst vor der Aufarbeitung und stelle sich ihrer Verantwortung, so der Bischof. Dies müsse aber seriös geschehen.
      Abmahnung für Kriminologen Pfeiffer
      Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer hatte die Bischofskonferenz dem Wissenschaftler am Freitag (18.01.13) erneut eine Abmahnung zukommen lassen. Darin soll sich der Wissenschaftler verpflichten, nicht mehr von Zensur zu sprechen. Pfeiffer kündigte jedoch an, das Schreiben nicht zu unterzeichnen. Die Frist zur Unterzeichnung der Erklärung läuft nach Informationen des NDR am Montagabend (21.01.13) ab. Ein Anwalt der Kirche habe empfohlen, Pfeiffer nach Ablauf der Frist zu verklagen.
      Quelle: BR br.de/nachrichten/unterfranken…issbrauchsstudie-100.html
      :cursing:
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Kriminologe Pfeiffer über Missbrauchsstudie:
      "Ich habe den Kooperationspartner Kirche unterschätzt"

      Die Missbrauchsstudie der katholischen Kirche mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen ist gescheitert - aber wer trägt die Schuld?
      KFN-Chef Pfeiffer wehrt sich im Interview gegen Kritik an seinem Vorgehen und sagt:
      "Es ist der größte Frust meines gesamten Wissenschaftlerlebens." .............. weiter lesen
      Quelle: Spiegel spiegel.de/panorama/gesellscha…-der-kirche-a-878441.html

      Das glaub ich - aber so sind sie :thumbdown:
      und die werden sich niemals ändern :cursing:

      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Pfeiffer: Ihre Wut ist berechtigt. Ich bitte die Opfer um Verständnis dafür, dass wir unter den Bedingungen der Kontrolle und Zensur nicht forschen können. Wir bitten die Opfer, beim KFN unseren Fragebogen anzufordern, damit sie ihn anonym ausfüllen und zurücksenden können. Wir möchten aufdecken, was sie erlebt haben und wie die Kirche mit ihnen umgegangen ist. Die Opfer haben einen Anspruch darauf, dass das geklärt wird.

      spiegel.de/panorama/gesellscha…-der-kirche-a-878441.html

      Diese Aufforderung sollte jeder nachkommen. Allein, um der kath. Kirche eins auszuwischen. Hier haben wir einen Mann / Institution, der / die bei unseren berechtigten Anliegen behilflich sein kann. Diese Chance sollte von allen genutzt werden.
      Je mehr diesen Fragebogen anfordern und ausgefüllt zurücksenden, um so mehr schlägt die Granate bei der Kirche ein.
      Man stelle sich einmal vor: " Tausende ehemalige Zöglinge der kath. Kirche haben sich an uns gewandt und ihre Lebensgeschichte offenbart.", sagte der Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen Leiter Prof. Pfeiffer bei unserem Interview.
      Wie werden die Oberen darstehen ?

      Es kostet nur ein wenig Zeit den Fragebogen auszufüllen. Wollen wir den Prof. Pfeiffer unterstützen ?

      Es gilt immer noch !!!

      Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen ... Opferbefragung wird fortgeführt
      Opferbefragung zum sexuellen Missbrauch durch katholische Geistliche wird fortgeführt
      Aufruf an Betroffene von sexuellem Missbrauch durch katholische Geistliche!

      KFN-Opferbefragung wird fortgeführt
      Wir bitten Sie um Ihre Mithilfe!
      Nach der von der deutschen Bischofskonferenz erfolgten Kündigung des Forschungsprojekts „Der sexuelle Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“ möchte das KFN die Befragung von Betroffenen sexuellen Missbrauchs durch katholische Geistliche trotz der Widerstände durch die katholische Kirche fortführen.
      Dazu sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. .......weiter lesen
      Quelle: kfn.de/home/Opferbefragung_sex_Missbrauch.htm


      Fragebogen zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Geistliche

      Quelle: kfn.de/versions/kfn/assets/fragebogen032013.pdf


      Wer missbraucht wurde sollte bitte sich die Zeit nehmen und den Fragebogen beantworten und somit helfen die Machenschaften der Kirchen aufdecken und aufklären :!:
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Missbrauch ... Bischöfe lassen sexuellen Missbrauch erforschen

      Nach einem gescheiterten ersten Anlauf zur wissenschaftlichen Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche hat die Deutsche Bischofskonferenz ein neues Forschungsprojekt gestartet. An Stelle des Kriminologischen Forschungsinstituts Hannover beauftragte die Deutsche Bischofskonferenz diesmal eine Gruppe von Wissenschaftlern. Sie beteuern, diesmal frei arbeiten zu können.
      ........ .Unabhängig und streng wissenschaftlich
      Nun soll ein siebenköpfiges Gremium hochrangiger Universitäts-Professoren mit dem Mannheimer Harald Dreßing vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit an der Spitze den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in den nächsten dreieinhalb Jahren aufarbeiten............weiter lesen
      Quelle: WAZ derwesten.de/politik/bischoefe…erforschen-id9155399.html


      Eine Frage der Glaubwürdigkeit
      Nun starten die deutschen Bischöfe also den zweiten Anlauf, den skandalösen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Einrichtungen oder durch Priester aufzuarbeiten. Die Aufarbeitung des Skandals ist für die Bischöfe eine Frage der Glaubwürdigkeit. .....weiter lesen
      Quelle: WAZ derwesten.de/meinung/eine-frag…uerdigkeit-id9155582.html


      Neuer Anlauf gegen Missbrauch

      Der erste Versuch mit dem Kriminologen Pfeiffer, der Zensur beklagte, scheiterte. Nun unternimmt die Katholische Kirche in Deutschland einen neuen Anlauf, Missbrauchsfälle wissenschaftlich aufzuarbeiten. Man habe „aus Fehlern gelernt“, sagt der Trierer Bischof Ackermann. Betroffene sehen das anders. .......... weiter lesen
      Quelle: FAZ faz.net/aktuell/politik/inland…auchsstudie-12860861.html


      Eine zweite Chance für die Aufklärung

      ............. Nun hat die Bischofskonferenz ein Konsortium von sieben Wissenschaftlern der Universitäten Heidelberg, Mannheim und Gießen mit dem Vorhaben beauftragt und eine Million Euro dafür bereitgestellt. Das Projekt ist auf dreieinhalb Jahre angelegt.
      Das Forscherteam ist diesmal breiter aufgestellt und umfasst Kriminologen, Psychologen und Soziologen.
      „Wir sind unabhängig und werden das Projekt nach strengen wissenschaftlichen Kriterien durchführen“, sagte Harald Dreßing bei der Vorstellung am Montag in Bonn. Er leitet die Forensische Psychiatrie am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim und koordiniert das neue Projekt. Die Bischofskonferenz werde man nicht anders behandeln als andere Drittmittelgeber – auch was die Veröffentlichung der Ergebnisse angeht.
      Die Datenlage ist dieselbe wie bei dem gescheiterten Vorhaben mit Christian Pfeiffer:
      In 18 Bistümern sollen Personalakten bis ins Jahr 2000 nach Spuren auf Missbrauchstaten durchforstet werden, in neun Bistümern bis ins Jahr 1945 zurück. Mehr als diese neun hatten sich zu „Tiefenbohrungen“ nicht bereit erklärt – was Opferverbände bereits vor drei Jahren kritisierten. Nach Ansicht von Harald Dreßing ist das kein Manko. „Aus Stichproben lassen sich valide Aussagen ableiten, das ist üblich.“
      ....weiter lesen
      Quelle: Tagesspiegel tagesspiegel.de/politik/missbr…-aufklaerung/9661764.html


      Mal wieder ein Versuch ... für was eigentlich - es wird weiter gemauert - vertuscht - verdrängt usw.
      18 Bistümer lassen eine "Tiefenbohrung" nicht zu :!:
      Daten erforschen nur bis ins Jahr 2000 zurück und was davor war wird wie üblich unter den Teppich gekehrt :thumbdown:
      Wenn es nicht so traurig wäre müsste ich lauthals lachen wenn die behaupten es wäre "
      Eine Frage der Glaubwürdigkeit"

      Ich könnt schon wieder


      Bin gespannt wann es auch mit diesem "Forschungsteam" zu den ersten Querelen mit der Kirche kommt.
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      „Verheerendes Signal für die Glaubwürdigkeit der Kirchenleitung“

      .
      DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN

      KINDESMISSBRAUCH IN DER KATHOLISCHEN KIRCHE IN DEUTSCHLAND ZWISCHEN 1946 UND 2014 (NUR DAS WAS VON DEN OBEREN ZUGEGEBEN WIRD)


      [ QUELLE: https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie ]


      .
      Sexueller Missbrauch

      Das Ausmaß des Verbrechens

      Über vier Jahre lang haben die deutschen Bischöfe sexuelle Gewalt in der Kirche systematisch erforschen lassen. Wir veröffentlichen erste Ergebnisse der Studie.

      Von Evelyn Finger und Veronika Völlinger

      12. September 2018 / DIE ZEIT Nr. 38/2018, 13. September 2018 /
      419 Kommentare [ ständig zunehmend ]


      Zum ersten Mal gesteht die katholische Kirche in Deutschland ein, was sie erst jahrelang vertuscht und dann weiter beschönigt hat. Zum ersten Mal ließ sie den Kindesmissbrauch in ihren eigenen Reihen flächendeckend untersuchen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der ZEIT exklusiv vor. Sie zeigen: 1670 Kleriker wurden zwischen 1946 und 2014 als Missbrauchsbeschuldigte innerhalb ihrer Kirche aktenkundig. 3677 Kinder und Jugendliche wurden nach Lage der Akten mutmaßlich zu Opfern. 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben. "Diese Zahl stellt eine untere Schätzgröße dar", heißt es in einer offiziellen Zusammenfassung der Studie.

      ––––––––––––––––––

      DAS AUSMAß DER VERBRECHEN:


      3677 Opfer von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen.

      1670 Täter haben mutmaßlich missbraucht. Beschuldigte sind Priester, Ordensmänner und Diakone.

      4,4 Prozent aller Kleriker der deutschen Bistümer waren mutmaßlich Missbrauchstäter.


      ––––––––––––––––––

      Mit anderen Worten: Hinter den wichtigsten Zahlen, die hier erhoben wurden, steht ein unsichtbares "mindestens". Viereinhalb Jahre lang haben sieben deutsche Forscher, fünf wissenschaftliche Mitarbeiter und ungezählte Hilfskräfte Akten analysiert und Interviews geführt. Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) sollten sie vor allem zwei Fragen beantworten: Wie groß war das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs? Welche Besonderheiten der katholischen Kirche haben die Taten und ihre Vertuschung begünstigt?

      Ergebnis: Was man bislang nur ahnte, was an dramatischen Einzelfällen bekannt und in Einzelstudien belegt war, wird nun weit übertroffen, allein durch die Zahlen der Opfer und der Täter. Sie sind alarmierend, auch weil die Forscher immer wieder betonen, das "Dunkelfeld" [colororange]des Kindesmissbrauchs sei groß und die wahren Zahlen lägen erfahrungsgemäß "höher". Die Wahrheit ist also noch schlimmer.

      Auf mehr als 350 Seiten wird nun der sexuelle Missbrauch im Verantwortungsbereich der DBK dokumentiert. Die Forscher tun das nüchtern, präzise, detailgenau. 27 Bistümer hatten sich vertraglich verpflichtet, am Projekt teilzunehmen. Doch ein Grundproblem bleibt: die Abhängigkeit der Ergebnisse von den Bischöfen. Daran war die Studie im ersten Anlauf gescheitert, weil der niedersächsische Kriminologe Christian Pfeiffer, der zunächst eine Studie für die DBK machen wollte, die Forschungsbedingungen unzumutbar fand. Zu Recht. Er wehrte sich dagegen, dass die Kirche den gültigen Vertrag nachträglich mit dem Ziel ändern wollte, die Forschungstexte zu kontrollieren und ihre Veröffentlichung "aus wichtigem Grund" sogar völlig verbieten zu dürfen. Außerdem kritisierte er die Vernichtung von Akten und den Widerstand der Kirche gegen eine unabhängige Aktenanalyse durch ehemalige Richter und Staatsanwälte.

      Die letzten beiden Kritikpunkte werden nun bestätigt – und zwar durch die Studie selbst. Darin heißt es: "In einigen Fällen fanden sich eindeutige Hinweise auf Aktenmanipulation." Außerdem habe es "explizit die Information" aus zwei Bistümern gegeben, "dass Akten- oder Aktenbestandteile mit Bezug auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger in früherer Zeit vernichtet wurden". Neben der Aktenvernichtung wird auch das Blockieren einer unabhängigen Einsicht in die vorhandenen Bistumsakten belegt. In der Zusammenfassung der Studie steht auf Seite eins: "Das Forschungsprojekt hatte keinen Zugriff auf Originalakten der katholischen Kirche. Archive und Dateien der Diözesen wurden von Personal aus den Diözesen oder von diesen beauftragten Rechtsanwaltskanzleien durchgesehen."

      Die Forscher haben Fragebögen entwickelt, anhand derer die Mitarbeiter in den Bistümern die Akten auswerten. Sie tragen Daten über die Betroffenen und die Beschuldigten ein, sie kreuzen Kategorien an, mit denen sich der genaue Ablauf der Tat beschreiben lässt. Und sie notierten, wie die Kirche auf Vorwürfe reagiert hat. Die ZEIT konnte mehrere solcher Erhebungsbögen einsehen, teilweise sind sie bis zu 50 Seiten lang.

      So wertete man insgesamt 38.156 Personal- und Handakten aus. Aber: Keiner der Wissenschaftler hat in den kirchlichen Archiven je Akten in der Hand gehabt. Deshalb ist die Studie nicht wirklich unabhängig. Die aufzuklärende Institution hat die Aufklärung kontrolliert. Das unterscheidet sie fundamental von der Missbrauchsstudie der Grand Jury in Pennsylvania, die im August Aufsehen erregte. [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/35/sexueller-missbrauch-pennsylvania-katholische-kirche ] Das unterscheidet sie auch von der Missbrauchsstudie der Royal Commission in Australien, die Ende 2017 erschien. Allerdings: In Deutschland darf die Staatsanwaltschaft nur ermitteln, wenn ein Fall nicht verjährt ist.

      .

      FORTSETZUNG AUF ZWEI WEITEREN SEITEN:

      NÄCHSTE SEITE [Seite 2]: Spezifika des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/seite-2 ]


      NÄCHSTE SEITE [Seite 3]: 969 der Missbrauchten waren Ministranten [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/seite-3 ]

      Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Katholische Kirche, Verbrechen, Diözese, Kindesmissbrauch, Deutsche Bischofskonferenz, Christian Pfeiffer, Sexueller Missbrauch, Missbrauch, sexuelle Gewalt, von den Oberen zugegeben, vertuscht, beschönigt, Kleriker, Missbrauchsbeschuldigte, Minderjährige, Kinder, Jugendliche, sexuell missbraucht, Ausmaß der Verbrechen, Verbrechen, Opfer, Täter, missbraucht, Priester, Ordensmänner, Diakone, Missbrauchstäter, Taten, Vertuschung, Vernichtung von Akten, Widerstand der Kirche, unabhängige Aktenanalyse, Richter und Staatsanwälte, Aktenmanipulation, Akten, vernichtet, Aktenvernichtung, unabhängigen Einsicht, verhindert, vorhandenen Bistumsakten, Einsicht, Zugriff, Originalakten, blockiert, blockieren, nicht wirklich unabhängig,

      .
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martin MITCHELL“ ()

      „Verheerendes Signal für die Glaubwürdigkeit der Kirchenleitung“

      .
      Missbrauchsstudie der Kirche: Zu kurz gegriffen

      QUELLE: SZ.de - Süddeutsche Zeitung @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauchsskandal-die-kirche-weigert-sich-die-kontrolle-abzugeben-1.4129180 :

      .
      13. September 2018, 16:55 Uhr

      Missbrauchsskandal

      Die Kirche weigert sich, die Kontrolle abzugeben

      [ PHOTO: „Zahlreiche Akten und Archive hat die Kirche für ihre Missbrauchsstudie nicht geöffnet. (Foto: picture alliance / dpa)]

      Taten wurden oft vertuscht, die Täter selten bestraft, den Opfern noch seltener geholfen. Die groß angekündigte Missbrauchsstudie der katholischen Kirche greift viel zu kurz. Besser wäre die Untersuchung einer unabhängigen Stelle gewesen.

      Kommentar von Matthias Drobinski
      [Studium Geschichte, katholische Theologie und Germanistik in Gießen und Mainz; Hamburger Journalistenschule, Redakteur bei Publik-Forum, Zeitung kritischer Christen, seit 1997 bei der Süddeutschen Zeitung“. ]

      Für Journalisten ist es schön, wenn sie interne Dokumente in die Hand gedrückt bekommen - für die katholische Bischofskonferenz aber ist es desaströs, dass die Ergebnisse ihrer groß angekündigten Missbrauchsstudie nun vorab in der Öffentlichkeit sind. Ihr ist die Deutungshoheit über die Ergebnisse aus der Hand genommen, wohl auch aus der Angst, diese Deutung könnte allzu freundlich und zu wenig selbstkritisch ausfallen.

      Denn die Ergebnisse der Studie sind deprimierend: Sexuelle Gewalt durch Priester gab es in großem Ausmaß in Deutschland, die Taten wurden oft vertuscht, die Täter selten bestraft, den Opfern noch seltener geholfen. Und was sich da in den Akten gefunden hat, zeigt längst nicht das Ausmaß des Skandals. Es sind Akten über Täter verschwunden und auch vernichtet worden. Und längst nicht alle Fälle sind aktenkundig geworden - weil es den Tätern gelang, die Opfer, ihre Eltern, alle, die etwas wussten oder ahnten, stumm und schweigend zu halten.

      ––––––––––––––––––––––––––––––––––––

      Akten, die erschüttern

      Eine groß angelegte Studie zeigt: Das Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch Priester und Ordensleute war immens - und noch immer tut sich die katholische Kirche schwer, die Fälle aufzuarbeiten. Von Matthias Drobinski mehr ... [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-akten-die-erschuettern-1.4127434 ]


      ––––––––––––––––––––––––––––––––––––

      Die Studie hat noch andere Grenzen. Nur ein Drittel der Bistümer stellte alle Akten bis zurück ins Jahr 1946 zur Verfügung, und es entschieden nicht die Forscher, sondern Kirchenangestellte, welche Dokumente in die Forschung einfließen durften. Es wurden die Frauen- und Männerorden ausgeklammert, an deren Schulen und Internaten zahlreiche Übergriffe geschahen, es kommen die Heimkinder nicht vor, die oft noch brutaler misshandelt werden als die Kinder aus besserem Haus Die Forscher haben getan, was sie konnten, sie haben viele Betroffene befragt und deren manchmal lebenslanges Leid dokumentiert. Sie sind aber dort gescheitert, wo die Kirche sich weigerte, die Kontrolle abzugeben.

      Es wäre deshalb besser gewesen, eine komplett von den Kirchen unabhängige Kommission hätte den Fall übernommen. Der Schmerz wäre noch größer geworden, als er es jetzt schon ist - der Glaubwürdigkeitsgewinn aber auch.

      Aufklärung von innen heraus funktioniert selten; sie muss jetzt nach außen verlagert werden - in Deutschland, aber auch weltweit. Nur dann wird die Kirche an die Ursachen für die sexualisierte Gewalt herankommen, die im System selber liegen: die Tabuisierung, Verdrängung, gar Verteufelung der Sexualität, besonders der Homosexualität; die falsche Heiligung der Instituion und ihrer Priester, das männerbündische Denken, die seelenfressende Einsamkeit nicht weniger Zölibatärer, das Ineinander von Religion und Macht. Und nur dann wird sie wirklich die Schuld sühnen können, die sie da auf sich geladen hat.

      [ PHOTO ]

      Franziskus ist Lösung und Problem in einem

      Das Ringen um die Zukunft der katholischen Kirche ist in vollem Gange. Der Papst muss Skandale aufklären. Sich selbst schonen darf er dabei nicht. Kommentar von Matthias Drobinski mehr ... [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/krise-im-vatikan-franziskus-ist-loesung-und-problem-in-einem-1.4117748 ]

      .

      .
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      „Verheerendes Signal für die Glaubwürdigkeit der Kirchenleitung“

      Neu

      .
      »Leaked German abuse report shows manipulation from both bishops and scientists« (Friday, 14 September 2018) @ https://www.lifesitenews.com/blogs/leaked-german-abuse-report-shows-manipulation-from-both-bishops-and-sc (gleichlautender Bericht in englischer Sprache). Berichterstattung aus den Vereinigten Staaten von Dr. Maike Hickson (geboren und aufgewachsen in Hannover, Bundesrepublik Deutschland). DIES IST DAS ORIGINAL DER BERICHTERSTATTUNG IN ENGLISCH BEZÜGLICH DER STUDIE.

      »Wie aussagekräftig ist der – geleakte – Mißbrauchsbericht, den die deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hat?« (Samstag, 15. September 2018) @ https://beiboot-petri.blogspot.com/2018/09/wie-aussagekraftig-ist-der-geleakte.html (gleichlautender Bericht in deutscher Sprache). Berichterstattung aus den Vereinigten Staaten von Dr. Maike Hickson (geboren und aufgewachsen in Hannover, Bundesrepublik Deutschland). DIES IST DIE OFFIZIELLE ÜBERSETZUNG DER BERICHTERSTATTUNG INS DEUTSCHE BEZÜGLICH DER STUDIE:

      .
      Samstag, 15. September 2018

      Wie aussagekräftig ist der – geleakte – Mißbrauchsbericht, den die deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hat?

      Dr. Maike Hickson kommentiert für LifeSiteNews den Mißbrauchsbericht, der im Auftrag der deutschen Bischöfe erstellt wurde und der etliche Fragen aufwirft.
      Hier geht´s zum Original: klicken

      "DER GELEAKTE DEUTSCHE MISSBRAUCHSBERICHT ZEIGT MANIPULATIONEN SOWOHL DURCH DIE BISCHÖFE ALS AUCH DURCH DIE WISSENSCHAFTLER"

      "LifeSiteNews liegt eine 8-seitige Zusammenfassung der deutschen "MHG-Studie" zum klerikalen sexuellen Mißbrauch Minderjähriger vor, der am 12. September geleakt wurde. Die Zusammenfassung macht klar, daß die deutschen Bischöfe bei der Handhabung der Mißbrauchsfälle sehr nachlässig waren. Zur selben Zeit scheint der Bericht selbst auch seine eigenen Fehler zu haben, weil er das Problem vom Aspekt der priesterlichen Homosexualität wegzulenken versucht.

      Kein anderer als Professor Christian Pfeiffer- der Kriminologe, der dieses gesamte Forschungsprojekt zuerst leitete, dann aber wegen seiner Weigerung, seine Ergebnisse vor der Veröffentlichung durch die deutschen Bischöfe bewerten zu lassen, ausgeschlossen wurde, hat sich am 12. September mit einigen kritischen Bemerkungen über den geleakten Bericht zu Wort gemeldet. Im Gespräch mit der New York Times [ Siehe @ https://www.nytimes.com/2018/09/12/world/europe/german-church-sex-abuse-children.html ] besteht Pfeiffer darauf, daß das Ausmaß des Mißbrauchsproblems immer noch unterschätzt wird.

      "Der Bericht zeigt nicht das volle Bild und ist nicht völlig unabhängig" sagte er. Pfeiffer weist darauf hin, daß die Untersucher keinen direkten Zugang zu den Kirchenakten hatten und sich auf das Kirchenpersonal verlassen mußten, das die Fragebögen für sie ausfüllte. Der Bericht fand auch Beweise dafür, daß Akten, die den Mißbrauch Minderjähriger betreffen oft manipuliert oder zerstört wurden- wie Pfeiffer zeigt. Nach der New York Times beschloss Pfeiffer am Ende, sich zu weigern, an diesem Projekt teilzunehmen "weil die Kirche sich das Recht vorbehalten wollte, die Resultate der Untersuchung zu kontrollieren- und unter bestimmten Umständen sogar ihre Veröffentlichung zu verhindern."

      Diese Statement von Professor Pfeiffer macht klar, daß die deutschen Bischöfe - unter der Leitung sowohl des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx als auch von Bischof Stephan Ackermann, dem für die Handhabung von Fällen sexuellen Mißbrauchs zuständigen Bischof - fälschlicherweie versuchten, das Ergebnis des Forschungsprojektes zu kontrollieren, für das sie bis zu 1,1 Million € bezahlten,

      Die strikt vertrauliche Zusammenfassung des Mißbrauchsberichtes, die LifeSiteNews sich beschaffen konnte, zeigt, daß es von Seiten der deutschen Bischöfe schwere Versäumnisse gab, Z.B. sagt die Untersuchung, daß wenn es nicht eigene kirchliche rechtliche Prozeduren gegeben hätte, Mißbrauchsopfern Schmerzensgeld anzubieten (wie erst 2011 bestätigt) und eigene Akten, 50% der Fälle nicht aufgedeckt und den Forschern bekannt geworden wären, weil die Beschwerden über den Mißbrauch nie in den Personalakten der mißbrauchenden Priester auftauchten.

      Wenn man "nur die Personalakten der mißbrauchenden Priester untersucht hätte", erklären die Untersucher, "wäre die Hälfte der Fälle nicht entdeckt worden." Für die Untersucher kann diese Tatsache allein Einsicht in "die Zahl unbekannter Fälle geben."

      Zusätzlich zu diesen schwerwiegenden Versäumnissen, weisen die Untersucher auch darauf hin, daß die Bischöfe mißbrauchende Priester von 1946 bis 2014 oft in andere Gemeinden versetzten oder andere Diözesen, anstatt sie streng zu bestrafen. Solche Versetzungen geschahen signifikant häufiger ohne der Zielgemeinde ausreichende Informationen über die Vorwürfe und die möglichen Risiken im Hinblick auf eine Wiederholung der Verbrechen zu geben."

      Die Forscher fanden auch "Hinweise, daß Personalakten und andere Dokumente, die zu dieser Untersuchung führten, zu einem früheren Zeitpunkt zerstört oder manipuliert wurden." Wichtig ist auch die Tatsache, daß "alle Informationen über nachgewiesene Fälle sexuellen Mißbrauchs zuerst anonym weitergegeben wurden und erst dann vom Kirchenpersonal.

      So - erklären die Untersucher- daß am Anfang ihrer Zusammenfassung die Information "durch die Perspektive dieser Personen, die mit den Daten umgingen, beinflußt wurden."

      Außerdem "blieben alle Fälle und betroffenen Personen (Beschuldigte und Opfer) für das Untersuchungsteam anonym. "So kann dieses Fehlen eines direkten Zugangs zu den Mißbrauchsakten selber, die Ursache für die Ungenauigkeit dieser Untersuchung sein.

      Die Untersucher erkennen an, daß die Mehrheit der Mißbrauchsopfer männlich war, argumentieren aber für die Ordinierung von Homosexuellen.

      [ ... Dies ist der nächste Teil dieser Berichterstattung ... ]

      Marx und Ackermann haben eine Geschichte in der unzureichenden Handhabung von Mißbrauchsfällen.

      [ ... Dies ist der nächste und letzte Teil dieser Berichterstattung ... ]

      .

      .
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martin MITCHELL“ ()