Monikahaus

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      ein schrecklicher kasten! ich habe es in übelster erinnerung, war aber nur kurzfristig da.
      katholisch ,geleitet von Nonnen.
      das erste, was passierte, als ich da eingeliefert wurde, war: ein bad in übermangansaurem kali. starke lösung, es sah nicht mehr rot, sondern dunkellila aus. warum das gemacht wurde, ist mir bis heute ein rätsel.
      dann ab in die " Empfangszelle", eine butze von ca. 4 quadratmetern. meine kleidung wurde natürlich vernichtet und ich bekam anstaltsklamotten aus harten, rauen leinen. kratzte furchtbar auf der haut, die von diesem scheißbad sowieso gereizt war. kurz: nach einem tag hatte ich mich völlig blutig gekratzt, aber das kratzte die pinguine in keinster weise.
      und dann kam der gang zur aufnahmeuntersuchung.
      schon vorher hatte man mich ja als hure abgestempelt ( ich war 15 ), und nun sollte ich auf den sogenannten "Bock". ich wehrte mich mit händen und füßen, aber es war umsonst. zwei erzieherinnen und drei puinguine hielten mich fest und dann spürte ich einen unglaublichen schmerz, daß blut lief auf den fußboden und der arzt vermerkte kurz: eine hure ist sie noch nicht, aber das kann ja noch werden.
      blutend, völlig neben mir stehend, kam ich wieder in die empfangszelle. die blutung hörte irgendwann auf, und ich redete kein wort mehr mit jemandem in diesem heim. nach etwa vier wochen holte mich mein zuständiges jugendamt ab und brachte mich wieder in den birkenhof. von einer hölle in die andere,
      man wars ja gewohnt.
      aber das ist eine fehleinschätzung! man gewöhnt sich nie daran! man nimmt es hin, weil man keine wahl hat, doch jede demütigung, züchtigung und folter
      hinterläßt wunden und narben, und die sind ein leben lang präsent.

      das war meine erste begegnung mit katholischen nonnen. darauf hätte ich gern verzichtet. der alltag sah so aus: sieben uhr bekam ich frühstück und eine tasse plörre, sollte wohl kaffee sein. nach einer viertel stunde bekam ich putzzeug, zelle putzen und danach antreten zum gebet, was ich verweigerte.
      wieder rein in die zelle und ausharren bis mittag, da gab es essen. anschließend durfte ich ein paar runden drehen in einem gang, und dann wieder ab in die zelle bis zum abendbrot. am abend war wieder großes beten angesagt, was ich aber auch verweigerte. irgendwann haben sie es gelassen.
      zwischendurch immer wieder bearbeitung durch einen der pinguine. da ich aber nicht mit ihnen sprach, ließen sie auch das irgendwann.
      keine arbeit außer zelle putzen, nichts zu lesen, keine anderen kinder......ein leben im nichts.
      diese vier wochen zogen sich wie gummi. ich baute mir eine eigenen welt in meiner phantasie, nahm die reale kaum noch wahr. im rückblick hatte das wohl was zombiähnliches: der körper war anwesend, der geist nicht. darin hatte ich aber auch schon übung , resultierend aus anderen erlebnissen.
      selbstschutz nennt man das wohl? ohne diese " rückzugsmöglichkeit " wäre ich wohl verrückt geworden.

      ach ja, das monikahaus. ich dachte immer, es hieß monika-heim? egal, auch eine kinderhölle vom feinsten und mit ausgeklügelten, psycholigischen sowie handfesten foltermethoden in perfektion.

      mandolinchen schrieb:

      ein schrecklicher kasten! ich habe es in übelster erinnerung, war aber nur kurzfristig da.
      katholisch ,geleitet von Nonnen.

      mandolinchen schrieb:

      das war meine erste begegnung mit katholischen nonnen. darauf hätte ich gern verzichtet.

      Aus eigener Erfahrung kann ich Deine Aussage bekräftigen. Auch die vielen Lebensberichte anderer Ex-Heimkinder die ich gelesen habe zeugen von Brutalität an Kindern und menschlicher Verachtung der kirchlichen Institution.
      Nur die Inquisition ab dem 13. Jahrhundert war schlimmer: der Spuk endete auf den Scheiterhaufen.
      Die Inquisition gibt es heute noch, diese Organisation nennt sich seit 1965 "Kongegration für die Glaubenslehre".


      „Dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht“: Der Hirte braucht den Stock gegen die wilden Tiere, die in die Herde einbrechen möchten; gegen die Räuber, die sich ihre Beute suchen. Neben dem Stock steht der Stab, der Halt schenkt und schwierige Passagen zu durchschreiten hilft. Beides gehört auch zum Dienst der Kirche, zum Dienst des Priesters. Auch die Kirche muß den Stock des Hirten gebrauchen, mit dem sie den Glauben schützt gegen die Verfälscher, gegen die Führungen, die Verführungen sind. Gerade der Gebrauch des Stockes kann ein Dienst der Liebe sein. Heute sehen wir es, daß es keine Liebe ist, wenn ein für das priesterliche Leben unwürdiges Verhalten geduldet wird. So ist es auch nicht Liebe, wenn man die Irrlehre, die Entstellung und Auflösung des Glaubens wuchern läßt, als ob wir den Glauben selbst erfänden. Als ob er nicht mehr Gottes Geschenk, die kostbare Perle wäre, die wir uns nicht nehmen lassen. Zugleich freilich muß der Stock immer wieder Stab des Hirten werden, der den Menschen hilft, auf schwierigen Wegen gehen zu können und dem Herrn nachzufolgen.

      5. Absatz aus der PREDIGT VON BENEDIKT XVI.
      vatican.va/holy_father/benedic…11_concl-anno-sac_ge.html

      Monikahaus

      mandolinchen schrieb:

      ein schrecklicher kasten! ich habe es in übelster erinnerung, war aber nur kurzfristig da.
      katholisch ,geleitet von Nonnen.
      das erste, was passierte, als ich da eingeliefert wurde, war: ein bad in übermangansaurem kali. starke lösung, es sah nicht mehr rot, sondern dunkellila aus. warum das gemacht wurde, ist mir bis heute ein rätsel.
      dann ab in die " Empfangszelle", eine butze von ca. 4 quadratmetern. meine kleidung wurde natürlich vernichtet und ich bekam anstaltsklamotten aus harten, rauen leinen. kratzte furchtbar auf der haut, die von diesem scheißbad sowieso gereizt war. kurz: nach einem tag hatte ich mich völlig blutig gekratzt, aber das kratzte die pinguine in keinster weise.
      und dann kam der gang zur aufnahmeuntersuchung.
      schon vorher hatte man mich ja als hure abgestempelt ( ich war 15 ), und nun sollte ich auf den sogenannten "Bock". ich wehrte mich mit händen und füßen, aber es war umsonst. zwei erzieherinnen und drei puinguine hielten mich fest und dann spürte ich einen unglaublichen schmerz, daß blut lief auf den fußboden und der arzt vermerkte kurz: eine hure ist sie noch nicht, aber das kann ja noch werden.
      blutend, völlig neben mir stehend, kam ich wieder in die empfangszelle. die blutung hörte irgendwann auf, und ich redete kein wort mehr mit jemandem in diesem heim. nach etwa vier wochen holte mich mein zuständiges jugendamt ab und brachte mich wieder in den birkenhof. von einer hölle in die andere,
      man wars ja gewohnt.
      aber das ist eine fehleinschätzung! man gewöhnt sich nie daran! man nimmt es hin, weil man keine wahl hat, doch jede demütigung, züchtigung und folter
      hinterläßt wunden und narben, und die sind ein leben lang präsent.

      mandolinchen schrieb:

      das war meine erste begegnung mit katholischen nonnen. darauf hätte ich gern verzichtet. der alltag sah so aus: sieben uhr bekam ich frühstück und eine tasse plörre, sollte wohl kaffee sein. nach einer viertel stunde bekam ich putzzeug, zelle putzen und danach antreten zum gebet, was ich verweigerte.
      wieder rein in die zelle und ausharren bis mittag, da gab es essen. anschließend durfte ich ein paar runden drehen in einem gang, und dann wieder ab in die zelle bis zum abendbrot. am abend war wieder großes beten angesagt, was ich aber auch verweigerte. irgendwann haben sie es gelassen.
      zwischendurch immer wieder bearbeitung durch einen der pinguine. da ich aber nicht mit ihnen sprach, ließen sie auch das irgendwann.
      keine arbeit außer zelle putzen, nichts zu lesen, keine anderen kinder......ein leben im nichts.
      diese vier wochen zogen sich wie gummi. ich baute mir eine eigenen welt in meiner phantasie, nahm die reale kaum noch wahr. im rückblick hatte das wohl was zombiähnliches: der körper war anwesend, der geist nicht. darin hatte ich aber auch schon übung , resultierend aus anderen erlebnissen.
      selbstschutz nennt man das wohl? ohne diese " rückzugsmöglichkeit " wäre ich wohl verrückt geworden.

      mandolinchen schrieb:

      ach ja, das monikahaus. ich dachte immer, es hieß monika-heim? egal, auch eine kinderhölle vom feinsten und mit ausgeklügelten, psycholigischen sowie handfesten foltermethoden in perfektion.
      So ein Heim ist Schrott meine Tochter hatte auch das vergnügen in dem Heim aber jetzt scheint alles anderst zu sein