Aufruf zur Antragstellung auf Leistungen aus dem Heimkinderfonds Ost/West

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      Aufruf zur Antragstellung auf Leistungen aus dem Heimkinderfonds Ost/West

      Hier eine Information vom Ombudsmann Ralf Weber, die für Euch vielleicht wichtig sein könnte:

      In kurzer Form möchte ich euch deutlich machen, was definitiv die grundsätzliche Sachlage bei den Fonds West/Ost ist.

      Entsprechend der momentanen Entwicklung bei der Antragstellung auf Rentenersatzleistungen, wie auch materille Hilfen aus beiden Fonds, ist absehbar, dass beide Fonds finanziell nicht mehr belastbar sind.

      Das trifft für den Fonds Ost, Stichtag 01.12.2013, sofort zu, der Fonds West verfügt noch über Reserven, wobei sich abzeichnet, dass eine ähnliche Tendenz wie beim Fonds Ost, ab Ende 2014 eintritt.

      Inzwischen seid Ihr aus verschiedenen Nachrichten über diese Tatsachen bereits informiert. Ihr seid auch darüber informiert, dass bestimmte politische Aktivitäten veranlasst wurden, die Ursachen zu klären und die Antworten darauf zu geben, wie es mit dem Versprechen der Politik, gegenüber den Heimkindern West/Ost, dass nämlich eine Hilfe für alle Heimkinder beider deutscher Staaten zu gewährleisten ist, weiter geht.

      Ich kann allen Heimkindern versichern, dass ich persönlich emotional hochgradig betroffen bin, dass die Zahlungsverpflichtung aus dem Fonds Ost bereits nach 1,5 Jahren als erschöpft betrachtet wird, gerade auch deswegen, weil ich bereits am 27.06.2012, über diesen möglicherweise eintretenden Zustand, den Deutschen Bundestag informiert hatte.

      Ich kann allen Heimkindern versichern, dass unser gemeinsam fungierender Ombudsmann diesen Zustand nicht hinnehmen wird und gemeinsam mit mir, bei allen politischen Verantwortungsträgern, intervenieren wird.

      Für eine gehaltvolle Intervention bei allen Verantwortungsträgern bereiten wir geeignete Schritte vor.

      Was wichtig für den entsprechenden Sachvortrag und auch die Begründung gegenüber dem politischen Verantwortungsträgern ist, verbleibt natürlich bei allen Betroffenen der Heimerziehung in West und Ost, nämlich, dass sie sich trotz aller Vorbehalte und aller möglicher Hindernisse, alle Betroffenen der Heimerziehung bei ihren Anlauf-und Beratungsstellen melden.

      Die Beratungsstellen, die Geschäftsstelle und der Lenkungsausschuss müssen bis Mitte Januar 2014 den Ministern der einzelnen Länder eine mögliche Entwicklung über die absehbare Inanspruchnahme der Fonds vorlegen. Daraus wird sich tendenziös ergeben, welche finanziellen Mittel der Bund und die Länder für die Leistungsfähigkeit der Fonds bereitstellen müssen.

      Auch deswegen bereitstellen müssen, damit das politische Versprechen an uns Heimkinder erfüllt wird.

      In diesem Sinne bitte ich euch Alle, ruft alle Betroffenen auf, helft, insoweit es euch möglich ist, dass andere Betroffene den Weg zur Beratung finden.

      Beachtet dabei, jeder Antrag der schriftlich eingereicht ist, ob per Mail, oder Fax, jeder Antrag der formuliert und glaubhaft gestellt wurde, zählt als eingegangen. Behaltet die Mailnotiz, legt die schriftlichen Anträge per Einschreiben vor.

      Warum???

      Liegen am 15.01.2014, der Ministerkonferenz, nur 15 Anträge vor, die überhaupt bearbeitet werden müssen, ist die Geschichte der beiden Fonds besiegelt.

      Liegen der Ministerkonferenz 50.000 Anträge vor, bedeutet diese Zahl der Eingänge, dass absehbar ein neues Konzept für beide Fonds her muss und was viel wichtiger ist, es bedeutet, dass beide Fonds finanziell aufgestockt, oder in anderer Form erweitert werden müssen.

      Ich kann alle Heimkinder nur bitten, auch wenn es nur drei Zeilen sind, schreibt an eure Beratungsstelle einen Antrag auf Zuwendungen von materiellen Hilfen aus dem Fonds.

      Ich stehe mit meiner Person dafür ein, dass ich ein erweitertes Unrecht an uns Heimkindern nicht hinnehmen werde. Ich stehe dafür ein, dass mein Einsatz ausschließlich für die Heimkinder ist. Ich kann versichern, dass ein derartiges Anliegen, auch das Anliegen von unserem Ombudsmann ist.

      Ihr handelt also ausschließlich auch in eurem Interesse, wenn ihr diese Botschaft unverzüglich weiter gebt, wenn ihr unverzüglich auch helft, dass Anträge gestellt werden.

      Über den Fortgang des Geschehens halte ich euch auf dem Laufenden.

      In diesem Sinne, Ralf Weber

      LG Ines
      8o Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant 8o
      Wer (von den Heimkindern Ost) nicht weiss oder unschlüssig ist wie er so einen Antrag per Mail schreiben kann, kann gerne den vorgefertigten Text nehmen.

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      im Zuge der Aufarbeitung meiner Zeiten in den Einrichtungen der Jugendhilfe der ehemaligen DDR [hier die Einrichtungsformen benennen] habe ich mich vertrauensvoll an den Ombudsmann Herrn Ralf Weber gewandt, um zu erfahren wie ich in der Sache „Antrag auf Leistungen aus dem Hilfsfond Ost/Rentenersatzleistungen“ verfahren kann.

      Dabei erfahre ich, dass in den Grundsatzbestimmungen der Fondskriterien, also den Leit-und Richtlinien zur Umsetzung des Fonds, zwar bestimmt ist, dass Betroffene eine freie Wahl für die in Anspruch zu nehmende Beratungsstelle haben, man sich aber in erster Linie an die Anlauf- und Beratungsstelle des Bundeslandes wenden sollten, in der die einweisende Behörde angesiedelt ist.
      Da bei mir die damals einweisende Behörde zum Land [hier das Bundesland eintragen] gehört, ist Ihre Beratungsstelle für mein Anliegen zuständig.

      Hiermit stelle ich Antrag auf Rentenersatzleistungen und Sachleistungen aus dem Hilfsfond Heimkinder Ost.

      Bitte senden Sie mir die dafür notwendigen Antragsformulare und Bearbeitungshinweise zur Antragsausfüllung per E-Mail oder an meine Postanschrift:

      Name, Vorname
      Straße Nr.
      PLZ Ort


      zu und teilen Sie mir mit, welche Unterlagen für eine reibungslose und zügige Antragsbearbeitung Ihrerseits benötigt werden.

      Alles weitere können wir dann gerne in einem Beratungsgespräch in Ihrer Anlauf- und Beratungsstelle erörtern, für den ich hiermit auch einen schnellstmöglichen Termin beantrage.

      Bitte bestätigen Sie mir den Eingang meines Antrags.

      Bis dahin verbleibe ich

      mit freundlichen Grüßen

      [Dein Name]

      Wer bei sich im Mailprogramm "Lesebestätigung" anfordern kann, sollte das vielleicht auch mit tun.

      Hier nochmal die Kontaktdaten der Anlauf- und Beratungsstellen Heimfonds Ost:

      Sachsen

      Anlauf- und Beratungsstelle des Freistaates Sachsen Fonds "Heimerziehung in der DDR"

      Bettina Monse, Verena Liebing

      Funkenburgstraße 2
      04105 Leipzig

      Telefon: 0341/1266-240

      Telefax:0341/12669240

      heimerziehung@ksv-sachsen.de

      Sachsen - Anhalt

      Anlauf- und Beratungsstelle DDR-Heimkinderfonds Sachsen-Anhalt

      Dr. Klaus-Peter Meyer, Jürgen Wesner, Kerstin Tellensky

      Liebknechtstr. 65
      39110 Magdeburg

      Postalisch:

      Postfach 391155
      39155 Magdeburg

      Telefon: 0391 / 727399-20
      Telefax: 0391 / 727399-14

      heimkinderfonds@ms.sachsen-anhalt.de

      Thüringen

      Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige DDR-Heimkinder in Thüringen

      Manfred May, Stephanie Schmidt

      Wallstraße 18 - Thüringenhaus Eingang C
      99084 Erfurt

      Telefon: 0361/51159156; 0361/51159157; 0361/51159158 oder 0160 / 953 806 55
      Telefax: 0361 / 51159153
      anlaufstelle@tmsfg.thueringen.de

      thueringen.de/th7/tmsfg/familie/heimerziehung/

      Brandenburg

      Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der Kommunistischen Diktatur

      Martin Gollmer, Birgit Schmelz

      Hegelallee 3
      14467 Potsdam

      Telefon: 0331 / 23729217
      anlaufstelle@lakd.brandenburg.de

      aufarbeitung.brandenburg.de

      Mecklenburg-Vorpommern

      Anlauf- und Beratungsstelle für Mecklenburg-Vorpommern für den Fonds "DDR-Heimerziehung" bei der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Stasi-Unterlagen

      Burkhard Bley, Gudrun Buggenhagen

      Jägerweg 2
      19053 Schwerin

      Telefon: 0385 / 557 1661 oder -1662
      Telefax: 0385 / 734 007
      heimerziehung@lstu.mv-regierung.de

      landesbeauftragter.de

      Berlin

      Berliner Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder

      Stefan Henn, Manuel Koesters, Herbert Scherer, Marie Martensen, Petra Schwarzer

      Fregestr. 38A
      12161 Berlin

      Telefon: 030 / 85 75 77 61
      Telefax: 030 / 85 75 77 60
      info-heimerziehung@sozkult.de

      abeh-berlin.de


      LG Ines
      8o Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant 8o
      Danke Ines für die Einstellung dieses Aufrufes :thumbsup:

      Da dieser Aufruf aber nicht nur für ehemalige DDR-Heimkinder gilt sondern auch für die aus dem früheren Westen - hier die Adressen und Infos wohin ihr Euch wenden müsst:


      Fonds-Heimerziehung "West" ... Anlauf- und Beratungsstellen und weitere Infos

      imheim.net/index.php?page=Thread&threadID=1139

      Wenn ihr auf Thread im Forum geht findet ihr alle wichtigen Kontaktdaten :!:
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Betreff: Ergebnisse zur Fondsaufstockung Ost
      Liebe MitstreiterInnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, mir sind gerade die wesentlichen Punkte der Ergebnisse des heutigen
      Treffens der Fachminister des Bundes und der neuen Länder zur Frage der
      Fortsetzung des Fonds Heimerziehung Ost von einem Pressevertreter
      mitgeteilt worden (also nur mittelbar und deshalb mit einem kleinen
      Vorbehalt versehen):
      1. Der Fonds wird aufgestockt auf 200 Millionen €.
      2. Die Pauschalen sind vom Tisch.
      3. Es bleibt bei den Sachleistungen bis zu 10.000 €.
      4. Es wird eine Anmeldefrist eingeführt bis zum 30.9.14.

      Unklar ist, was mit einem Hinweis gemeint sein könnte, dass die
      Anforderungen an die Darlegung der Betroffenen überprüft werden sollte.
      Hier gilt es, das, was gemeint sein könnte, genauer zu erfragen.

      Unter dem Strich: Es hat sich - so meine ich - gelohnt, mit viel Einsatz
      die Forderungen der Betroffenen, die im Fonds Heimerziehung Ost noch
      nicht zum Zuge gekommen sind, vehement öffentlich vorzutragen. Die
      Anmeldefrist ist sicherlich ein Problem für Betroffene, die es schwer
      haben, das Thema der erleben Heimerziehung überhaupt wieder aufzunehmen
      und anderen mitzuteilen. Wir sollten überlegen, ob wir gemeinsam eine
      "Meld-dich-an-Kampagne" starten, die die Chancen verbessert, dass sich
      viele beim Fonds wenigstens mal gemeldet haben (bis zum 30.9.).
      Mit aktuell zufriedenen Gefühlen
      grüßt
      P. Schruth
      P.S.: Ich bitte darum, dass jede/r seinen Verteiler nutzt und diese Info weiterleitet.
      am Mittwoch
      Huch wer ist den micky / P. Schruth .........oder anders gefragt ... wusste garnicht, daß Du mit P. Schruth unterschreibst ... so kann es nicht gehen :!: :!: :!:

      Bitte solche Infos kenntlich machen als Zitat micky - langsam müsstest Du das doch können :!:

      Andere Frage woher hast Du das - war das eine Mail oder woher stammt diese Info - Bitte auch die Quelle nennen :!:

      Ansonsten Danke für die Info
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Hier auch nochmal die offizielle Bestätigung :!:

      07.03.2014 - Fonds „Heimerziehung in der DDR“ wird aufgestockt

      Der Fonds „Heimerziehung in der DDR“ wird aufgestockt und fortgeführt. Darauf haben sich der Bund und die ostdeutschen Länder am 25. Februar 2014 verständigt. Damit ist die Finanzierung des Fonds ab 2014 gesichert. Menschen, die als Kinder und Jugendliche in Heimen der ehemaligen DDR großes Leid erfahren haben, kann somit weiterhin nach den Maßgaben des Runden Tisches Heimerziehung geholfen werden.

      Es bleibt insofern bei den bisherigen Leistungskriterien und dem Leistungsumfang. Betroffene können weiterhin bis zu 10.000 Euro an Sachleistungen zur Minderung von Folgeschäden aus dem Heimaufenthalt geltend machen. Auch Rentenersatzleistungen werden wie bisher gewährt.

      Alle Betroffenen haben die Möglichkeit, ihre Ansprüche bis zum 30. September 2014 anzumelden. Sie müssen sich dazu lediglich formlos, aber schriftlich (z.B. auch per Mail), an ihre zuständige Anlauf- und Beratungsstelle wenden und mitteilen, dass sie als ehemaliges Heimkind mit Folgeschäden Leistungen des Fonds in Anspruch nehmen möchten. Alles Weitere – die individuelle Beratung und Vereinbarung von Hilfebedarfen sowie die Auszahlung der vereinbarten Leistungen – kann später erfolgen. Die ursprünglich vorgesehene Laufzeit des Fonds bis zum 30. Juni 2017 bleibt bestehen.


      Die Aufstockung des Fonds ist notwendig, da sich die Inanspruchnahme des Fonds im Jahr 2013 in einem Tempo und Ausmaß entwickelt hat, wie dies nicht vorauszusehen war. Das führt dazu, dass die ursprünglich eingeplanten 40 Mio. Euro voraussichtlich in den nächsten Wochen vollständig durch Leistungsvereinbarungen zwischen den Betroffenen und den Anlauf- und Beratungsstellen gebunden sein werden. Bund und Länder werten dies insgesamt als Erfolg ihrer Bemühungen, denn der Fonds hat somit bewirkt, dass Betroffene nach langen Jahren erstmals das Gefühl einer gesellschaftlichen Anerkennung und Beachtung ihres Leids erfahren. Um dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen, wird nun sichergestellt, dass auch diejenigen, die bisher ihre Ansprüche noch nicht geltend gemacht haben, dies innerhalb der genannten Frist tun können und dann Leistungen erhalten.
      Quelle: fonds-heimerziehung.de/aktuell…ddr-wird-aufgestockt.html

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