spezialkinderheim

    Team

    Aktivste Mitglieder

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      micky schrieb:

      Hallo Frank,ich war vom 17.10.1969 bis 01.07.1972 im Spezialkinderheim Ernst-Schneller in Eilenburg.Lieber Gruß Micky


      darf ich fragen wann du dort warst , ich verbrachte dort sieben jahre meines lebens in der Rödgener -landstr.,

      da war es aber kein spezi und werkhof mehr sondern normales heim geworden

      gruß mike

      spezialkinderheim

      guten morgen ich weiß ja nicht genau was du unter einen spezialkinderheim verstehst , also ich war nur 6 monate im d-heim in bad- freienwalde . es war ein altes nazi und später ein frauengefängniss .also ich denke schon das es sehr spezial war . hohe mauern , die gänge untereinander vergittert . wir waren 24 stunden eingesperrt . immer 4 mann auf einer Zelle in der nacht . die türen waren mit riegeln verschlossen , die fenster waren vergittert . am tag mußten wir in der hauseigennen wekstatt arbeiten . von mo-sa. hunger und durst hatten wir immer . sport treiben war ein beliebtes freizeitspiel bei den erziehern . die schlüssel der eisentüren hatten ein tolles gewicht wenn man sie in den rücken bekamen .das geräuch der zu schlagenden zellentüren habe ich immer noch in den ohren .das beste aber war der metalleimer für unsere notdurft in der zelle .das ist nur ein kurtzer auszug .darum bin ich der meinung das auch ein d- heim sehr wohl ein spezialheim gewesen sein kann .bei mir gibt es heute noch 30 jahre später keine verschlossene türen ,klappert irgend etwas bekomme ich schweißausbrüche und könnte mir vor angst in die hose machen .ein kind 6 monate in zellen mit gittern einsperren bedeutet bei mir folter . ( Es waren dort auch 4 jährige) Also das muß erst mal getoppt werden . Norda
      also vergittert waren unsere fenster auch aber zellen gab es nur zwei im keller, aber ohne fenster,aber schwerste misshandlungen und psychischer terror bis es nicht mehr ging kenn ich auch, allerdings nicht eilenburg sonder als ich drei jahre im SKH "Albert Hößler in Burgstädt verbrachte. Das war kein heim,für mich war es die schlimmste Folter und Misshandlungseinrichtung die ich je kennenlernen und erlben mußte,



      später mal mehr darüber... grüße schubi

      ernst- schneller

      Hallo ihr lieben

      ich war von 1979- 1984 in Eilenburg..Ernst- Schneller- Spezialkinderheim, habe dort die 6. Klasse- 10. Klasse gemacht.

      War dort im Haus 5 untergebracht meine Erzieherin war Frau Möbius und später im Haus 6 und dort war meine Erzieherin Frau Itter.

      Da ich sehr oft aus dem Heim weg lief um in Leipzig zu sein und natürlich irgendwann aufgegriffen wurde ging es ins D- Heim nach Leipzig/Heiterblick. Bis man dann irgendwann wieder nach Eilenburg zurück geführt wurde. Vor meiner Verlegung nach Eilenburg war ich in Borna. Pästalozzi Kinderheim...Ganz schlimm dort. Habe dort ein viertel Jahr ausgehalten und dort versucht mir das Leben zu nehmen. Lag für eine Woche im Krankenhaus und nach der Entlassung aus dem Krankenhaus bei einer Nacht und Nebel aktion von Borna nach Großpösna verlegt wurden. Von meinen Geschwistern durfte ich mich nicht verabschieden und auch meine Eltern wussten zu Beginn nicht wo man mich hin gebracht hat. In Großpösna verblieb ich auch ein viertel Jahr und man brachte mich nach Eilenburg und wieder wusste niemand wo hin ich gekommen bin. Ich habs überlebt aber heute weiß ich das mein Leben mich geprägt hat und vieles anders gekommen wäre wenn all die Dinge die mir im Heim passiert sind niemals passiert wären.

      Lg an euch alle

      spezialkinderheim

      Vielen Dank Silkemaus für deinen Beitrag.
      Beim lesen des selben habe ich mir unweigerlich die Frage gestellt, was mußt du im Spezialkinderheim alles durchgemacht haben das du dir das Leben nehmen wolltest?

      Grüße von Anatol und herzlich Willkommen hier in diesem Forum.