STUDIE: Runder Tisch, Fonds und Beratungsstellen analysiert

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      STUDIE: Runder Tisch, Fonds und Beratungsstellen analysiert

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      Gemeint ist eine „August 2018“ markierte STUDIE / ANALYSE / EVALUATION bezüglich dem »Runden Tisch Heimerziehung«, dem »Fonds Heimerziehung-WEST« und der einzig für Bayern in München eingerichteten diesbezügliche »Anlauf- und Beratungsstelle«.

      QUELLE: https://dierkschaefer.wordpress.com/2019/03/10/der-von-beginn-an-auf-betrug-angelegte-runde-tisch-wurde-rotieren/ :

      STELLUNGNAHME vom 10. März 2019 von dem evangelischen Pfarrer i.R. Dierk Schäfer zu dieser „August 2018“ markierten STUDIE / ANALYSE / EVALUATION in seinem Blog dem Dierk Schaefers Blog :

      „August 2018“ markierten STUDIE / ANALYSE / EVALUATION von Dr. Peter Mosser – Helga Dill – Gerhard Hackenschmied – Dr. Florian Straus – Unter Mitarbeit von Elisabeth Helming und Dr. Johanna Beyerx des unter der Schirmherrschaft von Antje Vollmer (in 2009 bis 2010; in insgesamt zehn zweitägigen nicht öffentlichen Sitzungen) tagenden »Runder Tisch "Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren"« und des darauffolgenden »Fonds "Heimerziehung in den Jahren von 1949 bis 1975"« ( Antragszeitraum 2011 bis 2014 ) ( Fonds-Aufgaben endgültig abgeschlossen 31.12.2018 ) :

      »Heimkinder zwischen 1949 und 1975 und die Beratungs- und Unterstützungsarbeit der bayerischen Anlaufstelle (im Rahmen des Fonds Heimerziehung)« --- »Bericht der Evaluation«
      Auftraggeber der vorliegenden „August 2018“ markierten STUDIE / ANALYSE / EVALUATION ist das Zentrum Bayern Familie und Soziales – Bayerisches Landesjugendamt (ZBFS – BLJA).

      Finanziert wurde diese „August 2018“ markierte STUDIE / ANALYSE / EVALUATION aus Mitteln des Fonds Heimerziehung :

      Länge dieser „August 2018“ markierten STUDIE / ANALYSE / EVALUATION: 2.62 MB; 389 Seiten :

      IPP-Arbeitspapiere Nr. 13. München: IPP. ISSN 1614-3159

      @ http://www.ipp-muenchen.de/texte/IPP_2018_ABS_Studie_AP_13.pdf :

      Die ungekürzte weitestgehende wortgetreue Weiterverbreitung der STELLUNGNAHME dieses langjährigen Unterstützers der Interessen Ehemaliger Heimkinder ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich von ihm erwünscht :

      STELLUNGNAHME vom 10. März 2019 von dem evangelischen Pfarrer i.R. Dierk Schäfer zu dieser „August 2018“ markierten STUDIE / ANALYSE / EVALUATION in seinem Blog dem Dierk Schaefers Blog :

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      Der von Beginn an auf Betrug angelegte Runde Tisch würde rotieren, …

      … doch diese mafiöse Verbindung von staatlichen und kirchlichen Interessen hat ihre Schuldigkeit getan, nämlich die ehemaligen Heimkinder nach allen Regeln der Kunst über den Tisch zu ziehen.[1]

      Nun zeigt das IPP, das Institut für Praxisforschung und Projektberatung, München in einer Studie auf, wie man seriös hätte arbeiten können.[2]

      Hätte, hätte, Fahrradkette.

      Die trickreiche Moderatorin des Runden Tisches, Dr. Antje Vollmer, MdB und Pfarrerin, kann sich nicht damit rausreden, sie sei blind in das Verfahren geschlittert. Warnungen und gute Vorschläge gab es von Beginn an. Aber sie spielte gekonnt das Spiel mit den gezinkten Karten. Als willige Helferin?[3]

      Die Münchner Studie zeigt Ergebnisse, die Pfarrerin Vollmer gemieden hat wie der Teufel das Weihwasser.

      Die einzelnen Punkte:[4]

      Im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Rentenersatzleistungen wird häufig der Vorwurf geäußert, dass sich diese auf Arbeit bezieht, die ab dem 14. Lebensjahr geleistet wurde, während die oft jahrelange Kinderarbeit unberücksichtigt bleibt. Außerdem wird kritisiert, dass solche Leistungen nicht in Form einer pauschalen Rentenerhöhung gewährt wurden.

      Trotz vorliegender anderer seriöser Informationen gab es für Vollmer Kinderarbeit einfach nicht. Warum?

      Die Rentenkassen wurden geschont, auch bei der Zwangsarbeit von über 14jährigen. Warum?

      Vollmer lehnte den Begriff Zwangsarbeit ab. Warum?

      Die Schicksale der ehemaligen Heimkinder verweisen auf ein weitreichendes Systemversagen. Nicht nur das Erziehungspersonal trägt die Verantwortung für die zum Teil unmenschlichen Bedingungen in den Heimen, in denen die von uns Befragten untergebracht waren, sondern auch die Träger der Einrichtungen sowie die Jugendämter und Aufsichtsbehörden.

      Von einem Systemversagen wollte Vollmer nichts wissen. Denn dann hätte es nicht nur einzelne Täter gegeben, von denen nichts zu holen war, sondern das System der staatlichen Zuweisung in die Heime und das System der staatlichen wie kirchlichen Träger wäre zur Verantwortung gezogen worden – und die hätten echte Entschädigungen zahlen müssen, mehr als sie dann notgedrungen in den Fonds einzahlten. Das wollte Vollmer nicht. Warum?

      Das Argument, dass Erziehung „damals so war“ entbehrt jeglicher Grundlage, da auch damals geltende gesetzliche Vorschriften (u.a. das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland) systematisch verletzt und ignoriert wurden. Die in den Heimen untergebrachten Mädchen und Jungen sahen sich zumeist einer Situation des vollkommenen Ausgeliefertseins gegenüber. Viele reagierten mit Flucht, manche mit Suizid.

      Es war das Dauerargument, das auch Verständnis in der Öffentlichkeit fand. Denn wer hat als Kind nicht schon einmal eine gewischt gekriegt? „Alles halb so schlimm. Die wollen nur Kasse machen, die Heimkinder, für etwas, was damals normal war.“ Gewalt war in vielen Heimen Alltag. Vollmer hat darin kein System erkennen wollen. Warum?

      In den meisten Fällen gab es in den Heimen keine systematische schulische Förderung. Die Kinder wurden häufig in „Hilfsschulen“ und später in perspektivlose Ausbildungssparten „abgeschoben“. Zu konstatieren ist hier eine Praxis der „Verunmöglichung“, die den meisten jungen Menschen schlechte Startbedingungen nach ihrer Zeit im Heim bescherte. Die Folge sind zum Teil lebenslange prekäre Existenzbedingungen.

      Auch ein Systemfehler. Vollmer hat ihn nicht benannt und die weitreichenden Auswirkungen nicht als Schäden beziffert. Warum?

      Alles was einen Rechtsanspruch auf Entschädigungszahlungen ermöglicht hätte, wurde systematisch unter den Runden Tisch gekehrt. Warum?

      Ganz einfach: Man wollte das Kapitel unmenschlicher Heimerziehung möglichst billig abschließen – und hat es doch verlängert, weil die Betroffenen nicht schweigen, so dass nun die Münchner Studie erstellt werden konnte, die belegt, wie charakterlich verkommen die Täter des Runden Tisches sind.

      Die Münchner „Empfehlungen“ auf den Seiten [ 377 und 378 ] empfehle ich der Aufmerksamkeit meiner Leser. Hier werden auch Punkte genannt, die von den ehemaligen Heimkindern im Laufe des Verfahrens am Runden Tisch zurecht aber vergeblich eingefordert wurden.

      Der Runde Tisch Heimkinder gehört zu den Schandflecken deutscher Vergangenheitsarbeit.[5]


      [1] Darstellung des Schachtürken aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schacht%C3%BCrke#/media/File:Racknitz_-_The_Turk_3.jpg

      [2] Peter Mosser, Helga Dill, Gerhard Hackenschmied, Florian Straus

      Heimkinder zwischen 1949 und 1975 und die Beratungs- und Unterstützungsarbeit der bayerischen Anlaufstelle (im Rahmen des Fonds Heimerziehung), Bericht der Evaluation, http://www.ipp-muenchen.de/texte/IPP_2018_ABS_Studie_AP_13.pdf Sonntag, 10. März 2019

      [3] https://dierkschaefer.wordpress.com/2011/01/31/der-runde-tisch-heimkinder-und-der-erfolg-der-politikerin-dr-antje-vollmer/

      [4] Zitate aus der Studie sind kursiv wiedergegeben.

      [5] Man beachte auch die Kommentare von ehemaligen Heimkindern zu diesem Vorwurf: »Eine der intrigantesten Scheinheiligen, die ich kennengelernt habe«, https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/09/30/eine-der-intrigantesten-scheinheiligen-die-ich-kennengelernt-habe/
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      Und siehe, bitte, unter anderem, auch http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17835-Antje-Vollmer-Schirmherrin-über-RUNDEN-TISCH-HEIMERZIEHUNG/?postID=575200&highlight=Vollmer#post575200
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      STUDIE: Runder Tisch, Fonds und Beratungsstellen analysiert

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      In DIESER 389-SEITIGEN STUDIE markiert „August 2018“, auf die im Eröffnungsbeitrag dieses Threads betitelt »STUDIE: Runder Tisch, Fonds und Beratungsstellen analysiert« von mir hingewiesen wird, heißt es,

      seitens EINEM TEAM VON FACHLEUTEN, dass sich ( wie angegeben @ http://www.ipp-muenchen.de/texte/IPP_2018_ABS_Studie_AP_13.pdf ) zusammensetzte aus

      Dr. Peter Mosser (Jg. 1968), Dr. phil, Diplom-Psychologe
      ( Siehe @ http://www.schulische-praevention.de/daten/autoren/dr-peter-mosser/ );

      Helga Dill, Diplomsoziologin, Mediatorin und Journalistin.
      Studium der Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaft in München
      ( Siehe @ http://www.ipp-muenchen.de/wir-ueber-uns/team/dill );

      Gerhard Hackenschmied, Diplom-Psychologe, Mitarbeiter im Projektteam Sexuelle Grenzverletzungen, psychische und körperliche Gewalt in Institutionen des Instituts für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) München; Teilhabe in vielen Autorengemeinschaften vieler Fachbücher. ;

      Dr. Florian Straus (Jg. 1952), Diplom-Soziologe
      ( Siehe @ http://www.ipp-muenchen.de/wir-ueber-uns/team/straus );

      Elisabeth Helming, Diplom-Soziologin und Pflegekind-Fachfrau;

      Dr. Johanna Beyer, Diplom-Soziologin;

      zum Beispiel, auf Seite 13 :


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      Für das IPP [ Institut für Praxisforschung und Projektberatung ] gehört diese STUDIE ZU EINEM FORSCHUNGSSCHWERPUNKT, IN DEM ES UM GEWALT UND MISSBRAUCH IN INSTITUTIONEN [ nicht nur an Jungen und jungen Männern, aber auch an Mädchen und jungen Frauen ] GEHT. Im Mittelpunkt standen und stehen für uns sowohl Fragen der Entstehung, Vertuschung und Aufdeckung wie auch die nach den Folgen und Bewältigungschancen für Betroffene und Institutionen. Ein weiteres wichtiges Interesse galt dem Kontext der Heimerziehung, da wir parallel eine Längsschnittstudie zu den Bedingungen des Aufwachsens in der stationären Jugendhilfe heute durchführen.
      Ebenso gilt unser Erkenntnisinteresse dem Thema Aufarbeitungs- und Anerkennungskultur. Was, so unsere Leitfrage, kann man am Beispiel des Fonds Heimerziehung erkennen, dass für eine gute, gelingende Aufarbeitungs- und Anerkennungskultur zum Standard werden sollte?

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      Und auf den Seiten 377 und 378 sind folgende EMPFEHLUNGEN zu finden:

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      10.4 EMPFEHLUNGEN

      a. Es bedarf einer Verstetigung eines Beratungs- und Unterstützungsangebots für Frauen und Männer, die in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1975 in Heimen untergebracht waren z.B. in Form einer weiterbestehenden Anlaufstelle. Dieses Angebot sollte allen Betroffenen offenstehen (nicht auf die Zeit 1949 bis 1975 begrenzt bleiben).

      b. Es müssen auch für die kommenden Jahre finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die teils dramatischen gesundheitlichen und ökonomischen Folgen ehemaliger Heimkinder abzumildern.

      c. Die Auszahlung solcher Mittel muss niedrigschwellig, unbürokratisch und zeitnah erfolgen.

      d. Es sind Anstrengungen zu unternehmen, um auch einen größeren Teil jener ehemaligen Heimkinder zur Inanspruchnahme von Leistungen zu motivieren, die bisher nicht erreicht werden konnten. Heimträger und/oder Jugendämter sollten dazu verpflichtet werden, das Thema weiterhin in der der Öffentlichkeit zu halten und ehemalige Heimkinder auf entsprechende Leistungen aufmerksam zu machen.

      e. Ehemaligen Heimkindern muss die Möglichkeit geboten werden, in einem für sie kontrollierbaren Rahmen ihre Geschichte erzählen zu können, gehört und anerkannt zu werden.

      f. Es bedarf eines klaren Bewusstseins für bestimmte Erfordernisse in der Altenpflege und Altenhilfe im Umgang mit ehemaligen Heimkindern. Es müssen Betreuungsformen geschaffen werden, die in deutlicher Abgrenzung zu den Strukturen und Atmosphären früherer Kinder- und Jugendheime konzipiert sind. Hier geht es zentral um die Vermeidung von Gefühlen der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins und um die Verhinderung von Retraumatisierungen.

      g. Es bedarf einer deutlichen, glaubwürdigen und nachhaltigen gesamtgesellschaftli-chen Anerkennung des von den ehemaligen Heimkindern erlittenen Leids, z.B. in Form von Mahnmalen, Museen, Veranstaltungen, etc… Diese Erinnerungskultur ist in einem größeren Kontext der gesellschaftlichen Entstigmatisierung von (ehemaligen) Heimkindern zu sehen. Die Tatsache der Unterbringung in einer stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung darf nicht länger als biografischer Makel gelten.

      h. Erkenntnisse aus der Analyse der Heimerziehung aus den 1950er und 1960er Jahren müssen in sorgfältiger Weise in der Reflexion der Verhältnisse in der gegenwärtigen stationären Kinder- und Jugendhilfe Berücksichtigung finden. Grundlegende Aspekte wie Mitbestimmung, Beschwerdekultur und Transparenz müssen immer wieder „neu belebt“ werden, um – auch partielle – Rückfälle in frühere Zeiten der Heimerziehung keinesfalls zuzulassen. Neue Konzepte wie jenes der Ombudschaft müssen flächendeckend umgesetzt werden. Für diese Reflexion unter der Perspektive der Prävention muss ein Konzept erarbeitet werden.

      i. Sowohl in der stationären Kinder- und Jugendhilfe als auch in den Jugendämtern und Heimaufsichten ist die Personalausstattung zu verbessern, um Überforderungen zu vermeiden und dem Auftrag, fremduntergebrachten Kindern und Jugendlichen bei der Verarbeitung ihrer biografischen Belastungen zu helfen und ihre Bildungschancen zu verbessern, tatsächlich gerecht zu werden. Auch bei der Beratung und Begleitung ehemaliger Heimkinder ist auf geeignete Arbeitsbedingungen zu achten, um Überlastungen auf Seiten der Berater*innen entgegenzuwirken.

      j. Diese Evaluation entlastet nicht Träger und Einrichtungen von der Aufgabe, selbst wissenschaftliche Aufarbeitungsprojekte zu initiieren, um Taten und Täter*innen zu benennen und Betroffenen die konkrete Anerkennung ihres Leids ermöglichen.

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