Was mußtet ihr (Wir) im GJWH durchmachen

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      Was mußtet ihr (Wir) im GJWH durchmachen

      da alles ja schon geschriebene leider weg ist müssen wir alles noch einmal schreiben,damit es nicht vergessen wird
      denn viele haben es nicht überlebt für die müssen wir es tun

      LG Micha

      Geschichte des GJWH´s Torgau

      Zur Geschichte des ehem.Geschlossenden JWH Torgau

      1901 Erbaut als Militäranstalt mit Gerichtsräumen

      um 1914 Königliches Militärgericht mit Arrestlokal

      1918 Gerichtsgefängnis

      1937/38 Erweiterung durch einen Zellenbau

      Sept.1945 Untersuchungsgefängnis der Sowjetischen Geheimpolizei NKWD.

      1952-1963 Jugendgefängnis ("Jugendhaus")
      Nach dessen Verlegung 1964 in die Strafvollzugsanstalt Torgau (Fort Zinna)
      wurde das Gebäude dem Ministerium für Volksbildung übergeben und um-
      gebaut.

      Mai 1964 Der GJWH nahm seine Arbeit auf.Erst ein Jahr später war seine Funktion
      auch gesetzlich verankert.
      Während seines Bestehens,vom 1.05.1964- 11.11.1989 wurden über 4000
      Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren zur "Anbahnung eines umerziehungs-
      prozesses"eingewiesen,die in anderen staatlichen Erziehungseinrichtungen
      negativ aufgefallen waren.Im allgemeinen waren es kleine Verstöße wie
      Auflehnung gegen die Jugendhilfeorgane,Schul oder Arbeitsbummelei oder
      Entweichen aus anderen Staatlichen Erziehungseinrichtungen.
      Der max.6 monatige Aufenthalt im GJWH sollte bei den Jugendl. die Bereit-
      schaft bewirken sich den "sozialist.Lebensnormen"unterzuordnen.Dies hieß
      Brechung ihrer Individualität und Lebensweise.
      Das System setzte nicht auf Einsicht sondern auf Zwang.Das Gebäude glich mit
      seinen Mauern,Wachtürmen und Gittern eher einem Gefängnis als einem Erziehungsheim.
      Bevor man der Gruppe,die aus zwei Jungen und einer Mädchengruppe bestand zugeführt
      wurde ging es erstmal für 3 Tage in die Einzelarrestzelle.
      Der zu meiner Zeit dortige Direktor Horst Kretzschmar begann dort seine sogenannte
      pädagogische Tätigkeit 1958 als unausgebildeter Erzieher.Nach Abschluss seines Fernstudiums
      arbeitete er 1961 im JWH Groß-Leuthen und kam 1964 kommissarisch als Stellv.Direktor nach
      Torgau.1966 schlug ihn sein Vorgesetzter Lehmann für das Zusatzstudium Sozialpädagogik vor.
      Nach Zweijährigen Studium an der Humbold-Uni Berlin legte er 1972 eine Diplomarbeit mit dem
      Titel "Die Entwicklung des Jwh Torgau.
      August 1968 War Kretzschmar Direktor des GJWH Torgau geworden,diese Position bekleidete er bis zu seiner
      Erkrankung im März 1989.Er starb am Tag der Maueröffnung.
      November 1989 Aufgrund einer Telefon.Anweisung des Ministeriums für Volksbildung wurde die überstürzte Auflösung
      des GJWH veranlaßt.
      Einzelheiten über die Arbeit der Erziehungsanstalt wurden erst 1990 durch die Arbeit eines unabhängigen
      Untersuchungsausschusses bekannt.
      1990 Vorübergehend Internat der Hilfsschule Torgau.Betreut wurden diese Kinder dort von den ehem.sogenannten
      Erziehern wie Engelmann,Paulokat,Noack,Hudi und die Spiegel sen.&jun.
      Im gleichen Jahr kam es noch zur Übergabe an die Treuhand-Liegenschaftsverwaltung.
      Im gleichen Zeitraum fanden überprüfungen gegen die sogen.Erzieher bei der Staatsanwaltschaft Leipzig
      statt sowie überprüfung der Erzieher über Schulamt.Soweit diese noch arbeiteten im öffentl.Dienst wurden
      sie alle aus diesen entlassen.
      1996 Verkauf der fast 4000qm großen Anlage an einen Privatinvestor und Umbau zur Wohnanlage.
      Das ehem. Verwaltungsgebäude wurde unter Denkmalschutz gestellt.
      1997 Gründung des Vereins Initiativgruppe "Geschlossender Jugendwerkhof Torgau"Diese machte es sich als
      Aufgabe ein stück DDR-Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren und an das Schicksal der ca.4000
      Jugendlichen zu erinnern,die dem Zwang und den Erniedrigungen diesen dortigen Erziehungssystem
      hilflos ausgeliefert waren.
      seit 1998 Erinnerungs und Begegnungsstätte im ehem.GJWH-Torgau.
      Fischerdörfchen 15,04860 Torgau
      Tel.03421/714203
      Das Leid der Jugendlichen von Torgau
      In Jugendwerkhöfen versuchte die DDR, Jugendliche auf Linie zu zwingen. Besonders brutal ging es in Torgau zu, auch Heidemarie Puls wurde hier gequält. Jetzt wird den Opfern geholfen.

      © Josefine Janert
      Heidemarie Puls
      Der vielleicht schrecklichste Ort, an dem Jugendliche in der DDR landen konnten, befand sich in einem Keller in der sächsischen Stadt Torgau. Der sogenannte Fuchsbau ist nur wenige Quadratmeter groß und abgedunkelt. Um in die Arrestzelle zu gelangen, muss man unter einem Mauervorsprung hindurch kriechen.
      Heidemarie Puls wurde hier eingesperrt, nachdem sie einem Erzieher das Gesicht zerkratzt hatte. Der Mann hatte sie und ihre Gruppe über den Hof des Geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau gehetzt – immer wieder. Davor hatten sie stundenlang schwer gearbeitet, Bauteile für Kräne montiert. Als ein besonders zierliches Mädchen schließlich zusammenbrach, schlug der Erzieher auf es ein. Da rastete Heidemarie Puls aus und griff den Mann an. "Ich weiß noch, wie ich in den Keller geschleift wurde", sagt die 1957 geborene Frau aus Mecklenburg. "Wie lange ich im Fuchsbau bleiben musste, weiß ich nicht." Irgendwann wurde sie ohnmächtig, wachte im Krankenbett wieder auf.

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      Gegen Ende der DDR gab es 32 Jugendwerkhöfe. Dort sollten 14- bis 18-Jährige zu "vollwertigen Mitgliedern der sozialistischen Gesellschaft" erzogen werden. Manche hatten kleine Straftaten begangen, andere waren durch unliebsame politische Äußerungen aufgefallen oder stammten aus Problem-Familien. Allesamt galten sie als schwer erziehbar und sollten nun mittels Arbeit, Unterricht und Drill auf Kurs gebracht werden.
      Torgau war noch eine Steigerung. Wer hierher kam, hatte sich in einem der anderen Jugendwerkhöfe einem Erzieher widersetzt, hatte einen Fluchtversuch unternommen oder war auf andere Weise aufgefallen. Drei bis sechs Monate mussten die Jugendlichen in den gefängnisartigen Gebäuden an der Elbe bleiben. Sie waren von einer meterhohen Mauer und Stacheldraht umgeben. Bis Ende der siebziger Jahre gab es Wachtürme, bis 1989 bewachten Hunde das Gelände. Heute erinnert eine Gedenkstätte an die rund 4.000 Jugendlichen, die hier zwischen 1964 und 1989 gequält wurden.
      "Ich versuchte zu funktionieren"
      Heidemarie Puls kam 1974 nach Torgau. Der Stiefvater hatte sie missbraucht. Sie hatte sich daraufhin in Gartenkolonien versteckt, die Schule geschwänzt. Von der Mutter war keine Hilfe zu erwarten. Sie sah auch tatenlos zu, als das Mädchen in ein Kinderheim gesteckt wurde. Dort missbrauchten ältere Kinder die jüngeren, schikanierten sie. Heidemarie riss immer wieder aus – und landete schließlich in Torgau. "Vom ersten Moment an versuchte ich zu funktionieren", sagt sie. "Ich wusste, dass ich nur so überleben kann."
      Sie ist eine gepflegte Frau mit weichen Gesichtszügen und leiser Stimme. Der Missbrauch, die Erlebnisse im Kinderheim und in dem Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau führten zu zahlreichen seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen. Sie leidet unter einem Waschzwang, brauchte viele Jahre Psychotherapie, um mit ihren Panikattacken fertig zu werden und eine Beziehung mit einem Mann führen zu können. Wenn sie über die Vergangenheit spricht, fängt sie immer wieder an zu weinen. Trotzdem ringt sie sich dazu durch. Es sei schwierig, aber notwendig, meint sie: Mit dem öffentlichen Reden wolle sie sich selbst versichern, dass die schwere Zeit endgültig vorbei sei: "Ich will dafür sorgen, dass sich das, was ich erlebt habe, nie wiederholt."
      Darum engagiert sich die Frau mit dem sanften mecklenburgischen Dialekt auch im Verein Heimkinder Ost. Dieser vertritt Menschen, die in der DDR in Kinderheimen und Spezialheimen der Jugendhilfe leben mussten. Zu jenen gehören die Jugendwerkhöfe.
      Für Menschen, die in den Kinderheimen der Bundesrepublik drangsaliert wurden, ist bereits ein Entschädigungsfonds eingerichtet worden. Nun folgt ein ähnliches Angebot für die Leidensgenossen aus der ehemaligen DDR. "Für viele der Säuglinge, Kinder und Jugendlichen in den Heimen der DDR gehörten Zwang und Gewalt zum Alltag", resümiert der Bericht "Aufarbeitung der Heimerziehung in der DDR", den die Bundesregierung kürzlich vorstellte.
      Zum 1. Juli soll der neue Fonds "Heimerziehung in der DDR in den Jahren von 1949 bis 1990" eingerichtet werden. Der Bund und die ostdeutschen Länder stellen dafür 40 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen Beratungsstellen eingerichtet werden, die Betroffenen beim Aufarbeiten ihrer Lebensgeschichte, bei der Suche nach ihren Akten und beim Zugang zu Hilfeleistungen und Rentenersatzleistungen helfen können.
      Ein Schritt zurück ins Leben
      Für Heidemarie Puls sind der Fonds und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit eine späte Genugtuung. Bei ihrer Entlassung aus dem Jugendwerkhof musste sie eine Verpflichtung unterschreiben, über das Geschehene zu schweigen. Daran hielt sie sich über das Ende der DDR hinaus. Wohl auch weil so wenig über die Pein der Jugendlichen bekannt war, hält sich bis heute in Teilen der ostdeutschen Bevölkerung das Vorurteil, die Einrichtung der Jugendwerkhöfe sei schon richtig gewesen. Das Geld könne außerdem helfen, die Lebensqualität der Opfer zu verbessern, meint Heidemarie Puls.
      Sie selbst wurde als Jugendliche zwangsweise ausgeschult, konnte ihren Schulabschluss nie nachholen. Als Erwachsene gelang es ihr immerhin, sich zum "Baufacharbeiter" zu qualifizieren, wie es im DDR-Deutsch hieß. Jahrelang übte sie schlecht bezahlte Hilfsjobs aus – und lebt heute von einer Rente. Wer in den achtziger Jahren in die Mühlen des sozialistischen Erziehungssystems geriet, könne vielleicht jetzt noch seinen Schulabschluss nachholen, hofft sie: "Das wäre ein Schritt zurück ins Leben."
      Der Entschädigungsfonds[i] bietet ein [/i]Info-Telefon [i]für Betroffene an: [/i][i]0800 / 100 49 00.[/i]
      [i]
      [/i]
      Quelle : die Zeit-Online.de

      Torgau ... Danach war das Leben futsch

      Die große, schwere Holztür der Gedenkstätte im nordsächsischen Torgau knarrt und quietscht. Sie öffnet den Weg in das ehemalige Verwaltungsgebäude der Anstalt. «Geschlossener Jugendwerkhof Torgau» hieß sie zu DDR-Zeiten. «Wenn Du nicht brav bist, dann kommst Du ins Heim», steht auf einer Wand der Ausstellungsräume.
      Die oft scherzhafte Drohung von Eltern und Erziehern früherer Jahre wurde in Torgau und anderen DDR-Heimen für viele junge Menschen zur brutalen Realität. Für manche war sie verbunden mit Qualen wie Strafeinzelhaft in Minizellen und sexuellen Übergriffen durch das Anstaltspersonal. ............. weiter lesen
      Quelle: news.de/gesellschaft/855051498…h-war-das-leben-futsch/1/

      Auch bitte die Kommentare dazu lesen - auch wenn ich bei einem nur so :pillepalle: machen konnte ;(
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Es ist NICHT richtig, daß man NUR 6 Monate dort bleiben musste. Ich war NACHWEISLICH 8 Monate und 23 Tage dort !!!!!!
      Ich kenne KEINEN ausser mir, der auch nur einen einzigen Tag länger als 6 Monate da war. Hat noch irgendjemand was zu melden ???
      Ich denke..............NEIN !
      Und nun hört auf mit dem Geschwafel und Gejammere !!!!!!!!!!!!

      Celmare schrieb:

      Hat noch irgendjemand was zu melden ???
      Ich denke..............NEIN !
      Und nun hört auf mit dem Geschwafel und Gejammere !!!!!!!!!!!!


      :?: :?: :?:

      Mit Sicherheit wird der / die noch was zu melden haben :!:

      Und wenn hier jemand jammern will dann darf er das und über Torgau zu schreiben ist kein Geschwafel :!:

      Nicht jeder / jede hat es so weg gesteckt wie Du anscheinend.
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Ich habe es NICHT..........NIE weggesteckt oder verkraftet !!!
      Aber wenn ich hier so manchen Beitrag lesen muss und wie sich dadurch so mancher
      profilieren will........OH MEIN GOTT !!!
      es war furchtbar, RICHTIG ! Aber bei den Tatsachen sollte man schon bleiben.
      Egal wie schlimm es auch war. Beim ersten Mal 6 Monate und danach beim 2. Mal..............
      8 Monate und 23 Tage..........muss ich noch mehr sagen ?
      Im Gegensatz zu manch anderen kann ich das auch durch das Belegungsbuch beweisen !!!
      Und in den nächsten 22 Jahren insgesamt etwas mehr als 4 Jahre stationär
      in verschiedenen Nervenheilanstalten.
      Also hört auf, mir hier etwas vom Pferd erzählen zu wollen !!!

      Celmare schrieb:

      Es ist NICHT richtig, daß man NUR 6 Monate dort bleiben musste.

      Hat ja auch niemand behauptet. Die Verweildauer war unterschiedlich .......... aber das wirst Du wissen. Du wirst auch wissen, dass niemand dort von Anbeginn wusste wie lange man dort bleibt.

      Celmare schrieb:

      Ich kenne KEINEN ausser mir, der auch nur einen einzigen Tag länger als 6 Monate da war.

      Und was soll uns das nun vermitteln? Dass Du in Sachen Torgau der Obermufti bist ???......... dass Du von allen am meisten gelitten haben musst - weil Deine Zeit am längsten war ???.....
      Leid ist individuell und lässt sich auch nicht an einem Zeitraum festmachen. Insofern kann es durchaus Leute geben, die da eben sehr drunter gelitten haben und noch leiden, auch wenn sie vielleicht im gegensatz zu Dir dort eine kürzere Zeit hatten.
      Respektier das ........ Du wirst es eh nicht ändern.

      Also mal immer schön locker bleiben ........... es geht hier nämlich nicht darum, wer am längsten wo war .......... sondern dies ist ein Heimforum, wo sich Betroffene austauschen können.
      Wo viele unterschiedliche Menschen, mit unterschiedlichen Biografien und Werdegängen sind ....... da wird man immer auch unterschiedliche Sichtweisen erleben. Gerade das kann aber einen Austausch interessant machen, neue Sichtweisen eröffnen.

      Wenn man natürlich aufkreuzt und gleich erstmal andere zur Ruhe rufen will mit der Begründung, dass man am längsten in Torgau war und dann noch mit provokanten Statements kommt ala

      Celmare schrieb:

      Hat noch irgendjemand was zu melden ???
      Ich denke..............NEIN !

      dann darf man sich nicht wundern, wenn Betroffene einen Austausch auf dieser Ebene oder mit Dir ablehnen.

      LG Ines
      8o Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant 8o