Entschädigung "Ost"

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      Mittwoch, 18. Mai 2011 14:16

      Clauß: "DDR-Heimkinder dürfen keine Opfer zweiter Klasse sein"

      Sachsens
      Sozialministerin Christine Clauß hat sich für eine adäquate
      Entschädigung ehemaliger DDR-Heimkinder ausgesprochen. „Missbrauch und
      Misshandlung gab es nicht nur im Westen der Republik“, betonte die
      Ministerin.

      „Ich
      möchte, dass auch denjenigen, die in Kinder- und
      Jugendhilfeeinrichtungen der ehemaligen DDR Unrecht erlitten haben,
      geholfen werden kann. Deshalb müssen zeitgleich mit der Hilfe für die
      Opfer in den Heimen Westdeutschlands auch gleichwertige Hilfen für die
      Opfer aus Heimen der ehemaligen DDR beschlossen werden.“

      Die
      Diskussion insbesondere um sexuellen Missbrauch und Gewalt in Heimen
      oder Internaten sowie die Beschäftigung der beiden Runden Tische auf
      Bundesebene haben auch das Thema DDR-Heimerziehung erneut in die
      Öffentlichkeit gebracht.

      Christine Clauß sieht vor allem den Bund
      in der Pflicht, die jetzigen Aktivitäten zu bündeln und eine gemeinsame
      Lösung der alten und neuen Länder zeitnah herbei zu führen. So solle
      der jetzt vorgesehene Entschädigungsfonds, der bisher nur für Opfer aus
      der alten Bundesrepublik angedacht ist, geöffnet werden. „Damit könnten
      auch ehemalige DDR-Heimkinder Entschädigungsleistungen erhalten. Die
      Modalitäten müssen zügig unter Einbeziehung des Bundes, der Länder und
      der Kirchen getroffen werden“, so die Ministerin.

      Gleichzeitig fordert Christine Clauß die anderen ostdeutschen Bundesländer auf, sich ebenfalls für diese Lösung einzusetzen.

      Wiedergutmachungsleistungen
      wegen der Unterbringung in Heimen in der ehemaligen DDR sind bisher
      nach dem Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz, dem
      Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetz und dem
      Opferentschädigungsgesetz möglich. Diese Ansprüche müssen im Einzelfall
      im gerichtlichen Verfahren durchgesetzt werden. Dies war und ist eine
      hohe Hürde, so dass es bisher lediglich in Einzelfällen dazu kam, z.B.
      bei dem einzigen geschlossenen Jugendwerkhof in Torgau.

      Betroffen
      sind Menschen, die als Kinder und Jugendliche im Rahmen ihrer
      Unterbringung in Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen der ehemaligen
      DDR gravierende Gewalterfahrungen gemacht haben bzw. sexuellem
      Missbrauch ausgesetzt waren. Derzeit ist noch nicht abzusehen, wie viele
      Menschen sich zu den Opfern von Gewalt/Missbrauchserfahrungen in
      DDR-Heimen rechnen und wie viele sich tatsächlich um
      Entschädigungsleistungen bemühen werden.


      Quelle:Leipzig Fernsehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „KIKIBO“ () aus folgendem Grund: nicht funktionierneten Link entfernt

      FDP bekräftigt Forderung nach Entschädigung für DDR-Heimkinder

      "Bei der Prüfung der Ansprüche von Heimkindern der ehemaligen DDR muss mit Verstand, vor allem aber mit Fingerspitzengefühl vorgegangen werden", fordert der sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Marian Koppe. In der anhaltenden Debatte um die Entschädigung für Heimkinder warnt er deshalb davor, alle Heimkinder in einen Topf zu werfen. ............. weiter
      Quelle: Today dtoday.de/regionen/mein-today/…imkinder-_arid,81261.html

      auch bitte lesen:
      thl-fdp.de/programm/161-unrech…heimen_in_thueringen.html

      na gut - warten wir ab, mit wieviel Fingerspitzengefühl wirklich gehandelt wird - bisher war davon nicht viel zu spüren ;(
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Entschädigung "Ost"

      Taubert regt Einbeziehung der DDR-Heimkinder in Entschädigungs- bzw. Fondslösung für
      Heimkinder der westdeutschen Länder an
      Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat anlässlich der heutigen Sitzung des
      Arbeitskreises „Kindesmisshandlung/Kindesmissbrauch in ehemaligen DDR-Kinderheimen und Jugendwerkhöfen“ die
      Einbeziehung der DDR-Heimkinder in Entschädigungs- bzw. Fondslösung für Heimkinder – vergleichbar der westdeutscher
      Länder – angeregt.
      Sozialministerin Heike Taubert sagte in Erfurt: „Thüringen setzt sich als einziges ostdeutsches Bundesland mit einem eigenen Arbeitskreis seit einem Jahr aktiv mit dem Thema
      ‚Aufarbeitung Kindesmisshandlung/Kindesmissbrauch in ehemaligen DDR-Kinderheimen und Jugendwerkhöfen’ auseinander. Jetzt werden wir dafür sorgen, dass die Problematik
      mit all ihren Facetten wie Rechtslage, Hilfe- und Unterstützungsleistungen, Aktensicherung- und Aufarbeitung, mögliche gemeinsame wissenschaftliche Recherchen und
      Fortbildungen auch auf Bundesebene berücksichtigt wird. Dies gilt insbesondere für die aktuelle Diskussion der Entschädigungs- bzw. Fondslösung für Heimkinder.“
      Sozialministerin Heike Taubert schlug vor, sich für eine entsprechende Entschädigungs- bzw. Fondslösung für DDR – Heimkinder einzusetzen. „Mehr als 20 Jahre nach der
      Einheit darf in Deutschland nicht zweierlei Recht geschaffen werden. Es muss nach einer gemeinsamen Lösung gesucht werden, damit die ehemaligen DDR-Heimkinder nicht zu
      ‚Opfern zweiter Klasse’ werden. Thüringen wird auf der Grundlage seiner bisher gesammelten Erfahrungen und Ergebnisse federführend die Koordinierung der weiteren Schritte
      mit den anderen neuen Ländern und dem Bund übernehmen. Bereits auf der Jugend- und Familienministerkonferenz in der nächsten Woche in Essen werde ich einen
      entsprechenden Antrag einbringen“, sagte Heike Taubert.
      Hintergrund:
      Der Arbeitskreis hatte sich Anfang Juni 2010 auf Anregung von Sozialministerin Heike Taubert konstituiert. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und
      katholischen Kirche, des Weißen Ring e. V., des Thüringischen Landkreistages, des Gemeinde- und Städtebundes Thüringen, der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege sowie
      verschiedener Ministerien an.
      Auch die Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen Hildigund Neubert und die Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Ruth Ebbinghaus konnten zur Mitarbeit gewonnen
      werden. Im Arbeitskreis wurde die Bildung von zwei Arbeitsgruppen verabredet. Eine befasst sich mit dem Thema „Aufarbeitung“, die andere mit dem Thema „Prävention“. Die
      Arbeitgruppen haben bereits mehrfach getagt. Anfang November 2010 übernahm der ehemalige Ministerpräsident. von Sachsen-Anhalt, Dr. Reinhard Höppner, den Vorsitz des
      Arbeitskreises.
      Ziel des Arbeitskreises ist eine sachliche, differenzierte und offene Auseinandersetzung mit Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch in ehemaligen DDR-Kinderheimen und
      Jugendwerkhöfen. Dazu gehört zum einen, dass im Interesse der Opfer angemessene Formen der Aufarbeitung und der persönlichen Bewältigung des Erlebten gefunden
      werden. Zum anderen sollen gezielt Möglichkeiten der Intervention und Prävention diskutiert werden, um künftig derartig schwerwiegende Vorkommnisse möglichst zu
      verhindern.
      Quelle: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
      es hört sich ja alles gut an . aber wir im osten dürfen nicht vor lauter angst das wir nicht berücksichtigt werden eine heimkinderentschädigung wählen . wir wollen eine strafrechtliche rehabilitierung . mit allen was dazu gehört .wir wollen auch wenn schon viel zeit vergangen ist ---schriftlich von einen gericht mit stempel und unterschrift den beweis das es strafrechtlich rehabilitiert wird .es geht nicht nur um geld . wir müssen immer daran denken das wir auch nach der heimzeit in der DDR nicht viel besser von unserer umwelt aufgenommen wurden .diese angestrebte REHA kommt unsere seele zu gute . Lg. Norda
      Ohne die Debatte Ost-West anzuheizen - und ich auch der Meinung bin, daß wenn es eine Reha gibt sollen die sie aus dem Osten auch bekommen - aber glaubt man ja - viele im Westen erging es nach der Heimentlassung auch nicht besser und von der "Umwelt" wurden auch wir nicht mit Kusshand aufgenommen und da in meinen Schulzeugnissen die Adresse "Kinderheim ..... " steht - haben mich viele Arbeitgeber deswegen abgelehnt - ne Heimkind ... is nisch. Und einen Beruf erlernen war auch für viele erstmal nicht drin, von der angemessenen Schulbildung ganz zu schweigen - Volksschule und fertig ;(

      Und wenn ich es genau bedenke - nach welchem Menschenrecht hat man mich von Geburt an ins Heim gesteckt und 16 1/2 Jahre dort schmoren lassen ??????????????

      Und wir aus dem Westen haben die Möglichkeit einer Reha überhaupt nicht - es sei denn irgendwann entscheidet der Europäische Gerichtshof anders - aber dann hat es sich "biologisch" für viele erledigt :cursing:
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Zitat

      Berlin (ots) - Vertreter der Bundestagsfraktionen, der Bundesregierung und der ostdeutschen Länder haben gestern mit ehemaligen Heimkindern aus Kinder- und Jugendeinrichtungen der früheren DDR ein Gespräch geführt. Hierzu erklären der Stellvertretende Vorsitzende Arnold Vaatz und die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Erika Steinbach:

      "Das gemeinsame Gespräch von Bund und ostdeutschen Ländern ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Schaffung einer Entschädigungsregelung auch für Heimkinder aus der ehemaligen DDR. Das Gespräch mit den Betroffenen, an dem für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion der Abgeordnete Manfred Kolbe teilgenommen hat, ist ein Zeichen, dass ehemaligen Heimkindern der DDR ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt wird wie Heimkindern aus westdeutschen Einrichtungen.

      Die furchtbaren Erfahrungen in DDR-Heimen und Jugendwerkhöfen haben zum Teil das gesamte weitere Leben wesentlich geprägt. Die Betroffenen sind Opfer eines Systems von Kinder- und Jugendeinrichtungen geworden, das darauf ausgerichtet war, systematisch den eigenen Willen der anvertrauten Kinder zu brechen. Unter der Verantwortung der damaligen Ministerin für Volksbildung Margot Honecker wurde so versucht, mit menschenverachtenden Methoden Kinder zu "sozialistischen Persönlichkeiten" zu formen.

      Entsprechend des Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 7. Juli 2011 sollen Bund und ostdeutsche Länder schnellstmöglich auch für die DDR-Betroffenen eine Entschädigungsregelung vereinbaren. Ein Entschädigungsfonds eröffnet den Opfern die Möglichkeit, ihre Traumata durch Therapien zu verarbeiten, ins Leben zurückzukehren und die Verletzungen der Würde heilen zu helfen.

      Unser Ziel ist es, dass diese Regelung - wie für die westdeutschen Bundesländer - ab 1. Januar 2012 in Kraft tritt, gegebenenfalls auch rückwirkend."

      Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion Digitale Pressemappe: presseportal.de/pm/7846Pressemappe via RSS : presseportal.de/rss/pm_7846.rss2

      :cursing:


      Dann passt aber schön auf, was da wirklich vereinbart wird.
      Glaubt man ja nicht, daß nicht versucht wird, genauso wie beim "Westfond" Euch über den Tisch zu ziehen.

      Deswegen ist es wichtig - wo eine Demo statt findet - mit zu machen - denn es geht um uns alle - egal ob früher Ost oder West !!!

      :cursing:
      Lebe im Heute
      Gestern ist vorbei - Morgen kommt erst


      Na klar KIKIBO, das wird derselbe Käse in grün...........
      Was mich dabei sehr wütend macht, ist dass vom System wiederum mit Demütigung und Gewalt geantwortet wird, diese Verletzung die sich Fond nennt ist eine Demütigung.
      Sie sind keinen Deut besser als die Schergen von früher, egal ob Ost oder West.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „KIKIBO“ () aus folgendem Grund: auf Wunsch

      Maik schrieb:

      Zitat

      Berlin (ots) - Vertreter der Bundestagsfraktionen, der Bundesregierung und der ostdeutschen Länder haben gestern mit ehemaligen Heimkindern aus Kinder- und Jugendeinrichtungen der früheren DDR ein Gespräch geführt. Hierzu erklären der Stellvertretende Vorsitzende Arnold Vaatz und die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Erika Steinbach:

      "Das gemeinsame Gespräch von Bund und ostdeutschen Ländern ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Schaffung einer Entschädigungsregelung auch für Heimkinder aus der ehemaligen DDR. Das Gespräch mit den Betroffenen, an dem für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion der Abgeordnete Manfred Kolbe teilgenommen hat, ist ein Zeichen, dass ehemaligen Heimkindern der DDR ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt wird wie Heimkindern aus westdeutschen Einrichtungen.

      Die furchtbaren Erfahrungen in DDR-Heimen und Jugendwerkhöfen haben zum Teil das gesamte weitere Leben wesentlich geprägt. Die Betroffenen sind Opfer eines Systems von Kinder- und Jugendeinrichtungen geworden, das darauf ausgerichtet war, systematisch den eigenen Willen der anvertrauten Kinder zu brechen. Unter der Verantwortung der damaligen Ministerin für Volksbildung Margot Honecker wurde so versucht, mit menschenverachtenden Methoden Kinder zu "sozialistischen Persönlichkeiten" zu formen.

      Entsprechend des Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 7. Juli 2011 sollen Bund und ostdeutsche Länder schnellstmöglich auch für die DDR-Betroffenen eine Entschädigungsregelung vereinbaren. Ein Entschädigungsfonds eröffnet den Opfern die Möglichkeit, ihre Traumata durch Therapien zu verarbeiten, ins Leben zurückzukehren und die Verletzungen der Würde heilen zu helfen.

      Unser Ziel ist es, dass diese Regelung - wie für die westdeutschen Bundesländer - ab 1. Januar 2012 in Kraft tritt, gegebenenfalls auch rückwirkend."

      Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion Digitale Pressemappe: presseportal.de/pm/7846Pressemappe via RSS : presseportal.de/rss/pm_7846.rss2


      Hallo zusammen,letzten Montag war in Berlin das Werkstattgespräch "DDR-Heimerziehung" bei dem einige ehem.Heimkinder und Jugendwerkhöfler anwesend waren,außerdem Gutachter,die Expertisen bis Januar anfertigen wollen.Wir ehem.werden im Januar wieder anwesend sein.Nicht nur ich denke,das es jetzt vorwärts geht.Es wird sich zwar noch bis zum Sommer hinziehen,aber mal schauen was in Januar in Berlin auf uns zu kommt.Anbei noch das Programm und ein paar Bilder.Liebe Grüße Micky
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      Leider bekomme ich das Programm nicht hochgeladen,Datei zu groß.Deshalb schreibe ich Euch die Namen auf,die die Expertisen anfertigen.
      1.Erziehungsvorstellungen in der Heimerziehung in der DDR,Prof.Dr.Karsten Laudien und Dr.Christian Sachse
      2.Rechtsfragen der Heimerziehung in der DDR,Dr.Friedericke Wapler
      3.Was hilft ehem.Heimkindern bei der Bewältigung ihrer komplexen Traumatisierung,Dr.Ruth Ebbinghaus,PD Dr.Martin Sack

      Liebe Grüße Micky

      Maik schrieb:

      „Mehr als 20 Jahre nach der
      Einheit darf in Deutschland nicht zweierlei Recht geschaffen werden. Es muss nach einer gemeinsamen Lösung gesucht werden, damit die ehemaligen DDR-Heimkinder nicht zu
      ‚Opfern zweiter Klasse’ werden. Thüringen wird auf der Grundlage seiner bisher gesammelten Erfahrungen und

      In welchem Traum lebt die denn?
      Haben nicht die Torgauer Opferrenten bekommen? Warum? Weils ein Kinderknast war? Die gabs reichlich in der BRD, aber Opferrenten nicht.
      Das alles ist doch echt ein Lacher..........wenns nicht so zum heulen wäre.

      Bin ja gespannt, was die noch so für Klopper bringen. X(
      Entschädigung für DDR-Heimkinder wird ab Frühjahr ausgezahlt


      Zitat


      Sozialministerin Heike Taubert erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass die ersten Gelder aus dem Entschädigungsfonds für Missbrauch in der DDR-Heimerziehung bis Mitte kommenden Jahres ausgezahlt werden sollen. Archivfoto: Thomas Müller

      Etwa 2000 Euro pro Arbeitsjahr in einem ehemaligen Jugendwerkhof für Jugendliche über 14 Jahren wurden veranschlagt. Bislang haben sich rund 500 ehemalige Heimkinder bei der zentralen Thüringer Anlaufstelle gemeldet.
      Erfurt. Plötzlich erhielten die Jugendlichen Fernseh- und Zeitungsverbot. Der Kontakt zur Außenwelt des Jugendwerkhofs irgendwo in Thüringen wurde komplett abgeschnitten. Das Leben in der Einrichtung ging seinen gewohnten Gang, während in Leipzig, Berlin und Erfurt die Menschen die politische Wende erzwangen.

      "Von einem Tag auf den anderen wurde die Jugendlichen dann entlassen", sagt Manfred May. Er kümmert sich heute im Auftrag des Sozialministeriums um die Opfer von einst.

      Anders als in den Einrichtungen der alten Länder zogen sich Gewalt und Missbrauch in den Einrichtungen der ehemaligen DDR bis weit in die 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

      Bis Mitte kommenden Jahres sollen nun die ersten Gelder aus dem Entschädigungsfonds für Missbrauch in der DDR-Heimerziehung ausgezahlt werden. Das erklärte die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert (SPD) im Gespräch mit unserer Zeitung. Insgesamt stünden für die Betroffenen in den jungen Ländern 40 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Teil des Geldes soll als direkte Entschädigung an diejenigen ausgezahlt werden, die etwa in Jugendwerkhöfen arbeiten mussten, ohne dass dafür in die Rentenkassen eingezahlt worden war.

      "Im Raum stehen etwa 2000 Euro je Arbeitsjahr für alle Jugendlichen über 14 Jahren", kündigte Taubert an. Wichtig sei ihr die dadurch erreichte Gleichstellung mit den Opfern der Heimerziehung in westdeutschen Einrichtungen.

      Bislang haben sich rund 500 ehemalige Heimkinder bei der zentralen Thüringer Anlaufstelle gemeldet, um von ihren Erfahrungen mit Gewalt oder sexuellem Missbrauch zu berichten. Manfred May führt diese Beratungsstelle in Suhl. Nicht selten erfährt er sogar noch vor den Ehepartnern von den zum Teil erschütternden Einzelschicksalen in den rund 100 DDR-Einrichtungen auf heutigem Thüringer Territorium.

      Manche hätten ihre Erlebnisse verarbeitet, "viele Betroffene aber leiden bis heute unter dem, was ihnen angetan wurde. Oft haben Depressionen ein normales Leben und auch eine geregelte Arbeitsaufnahme verhindert", erklärt May.

      Nicht selten kehren die Erlebnisse noch nach Jahren zurück und treffen "mit großer Wucht" auf das einstige Heimkind. Dann etwa seien Betroffene nicht mehr in der Lage, sich in engen Räumen aufzuhalten, sie ertragen keine vergitterten Fenster oder halten große Menschenansammlungen um sich herum nicht mehr aus. "Es gibt Betroffene, die können bis heute keine Konzerte oder Theater besuchen", sagt May.

      Speziell für solche Fälle soll aus dem Fonds auch "individuell Hilfestellung" geleistet werden. "Es können Kuren bezahlt werden, die die Kasse nicht übernimmt, psychologische Behandlungen", so Taubert.

      Schwieriger wird es nach der Erfahrung von May mit den körperlichen Folgeschäden des erlittenen Unrechts. "Es gibt einen einzigen Fall, in dem Gutachter Schädigungen am Skelett auf harte körperliche Arbeit während der Kindheit zurückführen", erklärt er. Doch schon bei der Anerkennung von Herzkrankheiten oder Bluthochdruck werde es fast unmöglich, den Beweis zu erbringen, dass diese Schädigungen eine Folge der Heimunterbringung sind. Daher müssten die Bestimmungen so ausgestaltet werden, dass für großzügige Lösungen Raum vorhanden sei.

      Das fordert auch Heike Taubert . "Es geht schließlich darum, dass es der Staat nicht bei einer Entschuldigung belässt, sondern Hilfe anbietet." Eine vollständige Entschädigung des erlittenen Unrechts in Euro und Cent wird jedoch nicht möglich sein. Allein schon deshalb, weil es für die Kinderheime und die Jugendwerkhöfe keine Rechtsnachfolger gebe.



      Etwa 2000 Euro pro Arbeitsjahr in einem ehemaligen Jugendwerkhof für Jugendliche über 14 Jahren wurden veranschlagt. Bislang haben sich rund 500 ehemalige Heimkinder bei der zentralen Thüringer Anlaufstelle gemeldet.
      Quelle:

      *edit

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „angel“ () aus folgendem Grund: kopie ohne quellenangabe!

      Etwa 2000 Euro pro Arbeitsjahr in einem ehemaligen Jugendwerkhof für Jugendliche über 14 Jahren wurden veranschlagt.

      Was hat das jetzt eigentlich mit der Arbeit dort zu tun? Die meisten haben in den Jugendwerkhöfen ihre Lehre gemacht, wenn auch nur Teilausbildung. Das musste man "draußen" auch, wenn man mind. 14 Jahre alt war und zB aus der 8. Klasse abging.

      bei der zentralen Thüringer Anlaufstelle gemeldet.

      Sollen wir uns jetzt alle in Thüringen melden?
      Es wird kein Bargeld geben, nur Sachleistungen. Schon alleine deswegen, weil es dann nämlich Proteste regnen würde. Von denen, die beim RTH West über den Tisch gezogen worden sind. Mit Recht würden die ehemaligen Heimkinder West protestieren!

      Ich glaube nicht dass die Verantwortlichen dieses Risiko auf sich nehmen werden.

      Die strafrechtliche Rehabilitierung und somit eine lebenslange Opferrente bekommen nur ehemalige Insassen deren Einweisungsgrund politischer Natur war.
      Wurden die, die mit ihnen das Zimmer teilten, und deren Einweisungsgrund ein anderer war, nicht auf die selbe Art verletzt?

      Dass Torgau auf Antrag rehabilitiert wird, ohne Rücksichtnahme des Einweisungsgrundes, ist ja ok.
      Dass aber die Misshandlungen der Heimkinder in den kirchlichen Heimen im Westen, in den Spezialkinderheimen und offenen Jugendwerkhöfen im Osten (und was es noch so alles für Einrichtungen gab) über Jahre gingen vergisst man dabei ganz schnell.

      Dabei spielt es auch keine Rolle, warum der Betroffene in diese Einrichtung gekommen ist, egal ob Ost oder West. Angetane Gewalt ist und bleibt eine Verletzung, dessen Wunden und Narben man bis ins Grab schleppt......

      Maik schrieb:




      Etwa 2000 Euro pro Arbeitsjahr in einem ehemaligen Jugendwerkhof für Jugendliche über 14 Jahren wurden veranschlagt. Bislang haben sich rund 500 ehemalige Heimkinder bei der zentralen Thüringer Anlaufstelle gemeldet.
      Quelle:

      Ich möchte ja nicht mosern und auch nicht Korinthen kacken ........... aber 2000 € / 12 Monate = 200 € pro Monat .......... jede Putzfrau in der ehemaligen DDR hatte einen höheren Verdienst ........ und musste keine Schichten arbeiten.

      Soll damit dann alles abgehakt sein????????


      2000 : 12= 200??? 2000:10 =200 also sind 2000:12=166,6 periode 6
      sorry Leute aber wenigstens die Rechnung sollte stimmen
      lg. Yvonne G.
      :winke: Jeder Tag ist ein neuer Tag :winke:
      Meine Heimzeit
      von Feb.1969-juli 1970 katholisches Kinderheim in Birkenwerder/BL-Brandenburg
      von 30. August 1972 bis September 1979 Kinder- und Jugendwohnheim Minna Fritsch /Berlin-Buchholz
      Die Rechnung stimmt. Maik hat nur die Zinsen vergessen. ;)

      Spass beiseite!

      So wie ich es verstehe, geht es hier nur um Rentenansprüche?
      Wenn dem so ist, ist es eine jämmerliche Forderung. Wer kann die Rentenansprüche ohne Nachweis stellen?
      Wie viele kämen " in den Genuss " ? Das ist eine billige Nummer.

      Wer fordert Entschädigung für die ganzen Mißhandlungen ,welcher Art auch immer, ein ?
      Wer fordert Entschädigung und Aufklärung von Todesfälle in den Heimen ?
      Wer fordert Entschädigung für die entgangende Schul- und Berufsausbildung ? ( Abi, Studium )
      Wer fordert Entschädigung für die ganzen Folgen wie " Alkoholiker/in, Straftäter, Alleinsein, ect. ?

      Diese Punkte MÜSSEN auf den Tisch :mecker: